Gebrauchtwagen-Test: Traumwagen mit Risiko

VW Phaeton Alfa Romeo 147 BMW 320si

Gebrauchtwagen-Test: Mercedes Viano, BMW 3er und Co

— 13.09.2016

Traumwagen mit Risiko

Fünf gesuchte Typen, alle auf den ersten Blick heiß begehrt: Mercedes Viano, BMW 3er, Alfa Romeo 147, Audi A6, VW Phaeton. AUTO BILD erklärt, worauf Sie bei den vermeintlichen Traumwagen achten sollten.

Ob Luxus, Leistung oder Raumwunder, auf den ersten Blick spricht unsere Gebrauchtwagenauswahl Autofans an. Und trotzdem, wir müssen vor ihnen warnen. Bei einigen Modellen liegt die Tücke im Detail. Wer das falsche Getriebe oder den falschen Motor wählt, riskiert hier teure Schäden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit warten Werkstattbesuche auf den neuen Besitzer. Bei anderen Gebrauchtwagen ist es hingegen nicht mit der richtigen Wahl der Aggregate getan. Hier gibt es ein grundsätzliches Qualitätsproblem: Sie rosten an allen Ecken und Kanten, Bauteile verschleißen im Rekordtempo.

Viano-Qualität nicht auf Mercedes-Niveau

Der Viano lockt mit Platz, gegen Aufpreis gab es Luxus ohne Ende. Wer sich für den Van interessiert, sollte jedoch einen umfangreichen Check einplanen.

Ein solcher Kandidat ist der Mercedes Viano. Er lockt zwar mit Platz und einem Pkw-ähnlichem Fahrverhalten. Dazu gab es gegen Aufpreis Luxus ohne Ende. Doch wer sich für den Van interessiert, sollte einen umfangreichen Gebrauchtwagen-Check einplanen – oder besser gleich einen Fachmann mitnehmen. Kaputte Fensterheber, abgebrochene Abgasanlagen, streikende Schiebetüren – die Liste ist sehr lang. Das Viano-Cockpit ist das eines normalen Pkw, aber die Qualität entspricht nicht dem üblichen Mercedes-Niveau. Am schlimmsten aber: der viele Rost. Trotz verzinkter Karosserie blüht der Nutz­-Benz oft nach drei Jahren schon an allen Ecken und Enden. Für Gebrauchtwagenkäufer heißt das: Bei der Begutachtung ist der gründliche Check und nach dem Kauf die Konservierung des Unterbodens Pflicht.

Gebrauchtwagensuche: Mercedes Viano

A6 nur mit Wandlerautomatik oder manuellem Schaltgetriebe

Das Stufenlos-Getriebe Multitronic sorgte bei Audi-Besitzern für viel Ärger. A6-Käufer greifen besser zu Modellen mit Wandlerautomatik.

Anders sieht die Sache beim Audi A6 aus. Die von 2004 bis 2011 gebaute Baureihe C6 macht grundsätzlich eine gute Figur. Mit manuellem Schaltgetriebe oder Wandlerautomatik gibt es wenig zu beanstanden. Problematisch wird die Sache mit der Multitronic. Audi bekam das Stufenlosgetriebe einfach nicht richtig in den Griff. Zwar gibt es immer wieder Fahrer, die von 300.000 problemlosen Kilometern berichten. Doch die meisten Fahrer können nicht warten, bis das Getriebeöl warm ist, wollen das Gaspedal nicht nur streicheln und müssen ab und an auch mal einen Anhänger ziehen. Alles Punkte, die das Getriebe schlecht verkraftet. Dann hält es mitunter keine 50.000 Kilometer. Der Preis für ein neues Getriebe liegt bei gut 8000 Euro. Daher die Empfehlung: Einen gebrauchten Audi A6 zu kaufen ist grundsätzlich eine gute Idee – aber nur ohne die Pannen­-Multitronic.

Gebrauchtwagensuche: Audi A6

In der Bildergalerie stellen wir weitere Modelle vor und zeigen, worauf Sie achten sollten, damit Sie keinen Seelenverkäufer erwerben.

Gebrauchtwagen-Test: Traumwagen mit Risiko

Audi A6 VW Phaeton Alfa Romeo 147
Autor:

Malte Büttner

Fazit

Es fällt schwer, so hart mit den fünf Kandidaten ins Gericht zu gehen. Schließlich weiß jeder auf seine Weise auch zu faszinieren: luxuriöser Schulbus, limitierter Renner, italienischer Appetitanreger, perfekter Allrounder und abgefahrener Luxusdampfer. Für Gebrauchtkäufer aber werden sie zum unkalkulierbaren Risiko. Daher können wir keinen der fünf in der vorgestellten Version empfehlen.

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