Traumwagen mit Risiko

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Gebrauchtwagen-Test: VW T5, Audi A6, BMW 3er und Co

Traumwagen mit Risiko

Gesuchte Typen, alle auf den ersten Blick heiß begehrt: Porsche Panamera, Audi A5, BMW 3er und VW T5. AUTO BILD erklärt, welche fiesen Tücken bei den vermeintlichen Traumwagen lauern!
Ob Luxus, Leistung oder Raumwunder, auf den ersten Blick spricht unsere Gebrauchtwagenauswahl Autofans an. Trotzdem müssen wir vor einigen Modellen warnen – denn bei ihnen liegt die Tücke im Detail! Wer das falsche Getriebe oder den falschen Motor wählt, riskiert teure Schäden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit warten Werkstattbesuche auf den neuen Besitzer. Bei anderen Gebrauchtwagen ist es dagegen nicht mit der richtigen Wahl der Aggregate getan. Hier gibt es ein grundsätzliches Qualitätsproblem. Entweder rosten sie an allen Ecken und Kanten, oder die Technik kapituliert auf breiter Front und viel zu früh.

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Vernunft-Porsche für die ganze Familie?

In Kurven ist der Panamera sauschnell. Er eignet sich aber auch hervorragend für Langstrecken.

Willkommen an Bord des Porsche Panamera Turbo. 4,8 Liter Hubraum, 500 PS und ein Neupreis von mehr als 130.000 Euro, das klingt nach automobiler Unvernunft jenseits von Gut und Böse. Aber nach sieben bis acht Jahren, so könnte man denken, sieht die Sache doch ganz anders aus. Dann gibt es so einen Panamera zum Teil schon für weniger als 30.000 Euro. Ein neuer und gut ausgestatteter Mittelklasse-Kombi reißt beim Kauf locker ein größeres Loch in die Haushaltskasse. Wer nach weiteren Argumenten sucht, kann den gebrauchten Panamera sogar mit dem rationalen Attribut "familientauglich" rechtfertigen. Tatsächlich bietet er vier bequeme Sitze und dank großer Heckklappe gut zugängliche 445 Liter Kofferraumvolumen. Mit der optionalen Luftfederung ist er darüber hinaus sehr komfortabel und damit definitiv langstreckentauglich.

Panamera-Benziner und PCCB-Bremse sind ein Risiko

Verschlissene Kolbenringe oder Kolbenkipper leiten beim V8 die Generalüberholung ein. Macht mindestens 20.000 Euro – oft schon nach 50.000 Kilometern!

Doch die Sache hat einen großen Haken. Und der steckt unter der langen Motorhaube des Panamera. Der 300 PS starke und 3,6 Liter große Einstiegsbenziner neigte in den ersten Jahren zum Nageln. In so einem Fall droht dem V6 bald ein Kolbenfresser. Kaum weniger sensibel sind die Achtzylinder. Selbst bei guter Pflege steht oft nach weniger als 50.000 Kilometern eine Generalüberholung oder gar der Tausch des Motors an. Ursache können zum Beispiel verschlissene Kolbenringe oder Kolbenkipper sein. Der Kostenpunkt für die aufwendige Reparatur: 20.000 Euro und mehr. Ebenso kostspielig kann übrigens ein Defekt an der optionalen PCCB-Bremse sein. Ausgerechnet die Keramik-Stopper, die eigentlich ein Leben lang halten sollen, schaffen in vielen Fällen keine 100.000 Kilometer. In der Werkstatt werden sie dann kurzerhand zum Verschleißteil – Kostenübernahme abgelehnt. Dann sind schnell die nächsten 20.000 Euro fällig. Und auch dem Letzten wird klar: Mit seinem horrenden Unterhalt wird der Panamera nie vernünftig. Aber träumen ist ja wohl erlaubt.
In der Bildergalerie stellt AUTO BILD weitere Traumtypen vor, die mit Vorsicht zu genießen sind!

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Audi A6VW PhaetonPorsche Panamera GTS

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Autoren: Malte Büttner,

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