Bahnübergänge: Immer wieder Unfälle mit Autos

Gefahr am Bahnübergang: So wird sie gebannt

— 11.11.2015

Brennpunkt Bahnübergang

An Bahnübergängen kracht es immer wieder, trotz der bekannten Gefahr. Experten machen interessante Vorschläge zum Schutz der Autofahrer.

(dpa/kbe) Allein in zweiten Novemberwoche 2015 meldete die Polizei fünf schwere Unfälle an Bahnübergängen. Dabei stießen auf den Schienen stehende Autos mit Zügen zusammen. Bei den Unfällen starben zwei Menschen, 30 wurden verletzt. Die Gefahren von Bahnübergängen sind bekannt, und doch dringen immer wieder verstörende Nachrichten über schwere Zusammenstöße an die Öffentlichkeit. Wie kann das kommen, und was ist dagegen zu tun? Verkehrsexperten fordern einen besseren Schutz für Autofahrer – und machen interessante Vorschläge.

Unfall an Bahnstrecke

Bahnschranke spießt Opel Corsa in Haldensleben auf (18. Februar 2015)

SPD in Bayern fordert Notrufknopf

So will die Allianz pro Schiene, ein Non-Profit-Bündnis, das Notrufsystem eCall erweitern. Ab 2018 müssen alle Neuwagen in der EU mit dem System ausgerüstet sein. Bislang soll eCall bei einem Unfall einen Notruf absetzen. Laut Allianz pro Schiene sollten Autofahrer auch in der Lage sein, bei der Zugüberwachung Alarm zu schlagen, falls sie auf einem Bahnübergang stecken bleiben. Die SPD-Landtagsfraktion in Bayern fordert dagegen, jeden Bahnübergang mit einem "Notrufknopf analog zum Feuermelder" auszustatten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) will mit einem Blitzlicht die Unfallgefahr verringern. Das sogenannte "PeriLight" soll Autofahrer animieren, an unbeschrankten Bahnübergängen nach links und rechts zu schauen.

Bahn reduziert seit 2004 Übergänge

Allerdings geht die Zahl der Unfälle an Übergängen nach Angaben der deutschen Bahn in der Summe zurück. Das liegt auch daran, dass die Bahn seit geraumer Zeit die Anzahl der Gleisquerungen verringert, womit in der Folge auch das statistische Risiko, an einem Bahnübergang zu verunglücken, schwindet.  Nach Angaben des Sprechers gab es 2013 bundesweit noch knapp 18.000 Bahnübergänge. Davon waren 60 Prozent mit automatischen Schranken oder Blinklichtern gesichert. Doch der Faktor Mensch ist entscheidend: "Über 90 Prozent dieser Kollisionen könnten durch richtiges Verhalten der Verkehrsteilnehmer vermieden werden", sagte der Bahn-Sprecher

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Unfall

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