Wildunfall Gefahr Statistik

Gefahr durch Wildunfälle

— 07.11.2008

Wildschweine stehen auf Biomais

Jäger schlagen Alarm: Die Zahl der Wildunfälle ist in den letzten zehn Jahren um 30 Prozent gestiegen. Eine Ursache könnte der verstärkte Anbau von Energiemais zur Biogas-Erzeugung sein: Die Pflanze lockt Wildschweine an.

Der stark gestiegene Anbau von Energiemais erhöht die Gefahr von Wildunfällen. Während dieses Getreide 2006 noch auf 162.072 Hektar angebaut wurde, waren es 2007 bereits 239.177. Dieser reichlich gedeckte Tisch vergrößert die Wildschweinpopulation. In der Saison 2007/2008 haben Deutschlands Jäger 478.000 Wildschweine zur Strecke gebracht – "der dritthöchste jemals erzielte Wert", wie Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdschutz-Verband (DJV) sagt. Die Zahl der Wildunfälle ist mit 221.100 Kollisionen um 30 Prozent höher als vor zehn Jahren. Jährlicher Schaden: Rund 450 Millionen Euro. "Biomaisanbau verschärft dieses Problem in einigen Regionen noch", sagt Reinwald.

Mais ist neben Raps eine der Leibspeisen der Schwarzkittel. Energiemais dient vor allem als Treibstoff für Anlagen zur Erzeugung von Biogas. Die Wildschweine entlang von Straßen stärker zu bejagen, bringe wenig: "Die Reviere werden sofort wieder besetzt", sagt Torsten Reinwald.

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