Gefahrenquelle Scheibenwischer

— 23.03.2002

Alles klar?

Schlierende Scheibenwischer sind ein permanentes Sicherheitsrisiko. Gegen schlechte Sicht und lautes Rattern der Wischblätter hilft nur vorbeugende Pflege oder der komplette Tausch.

Gute Sicht trotz schlechten Wetters - am Traum aller Autofahrer scheiterten selbst die klügsten Köpfe bislang kläglich. Schon komisch: Heute können unsere Wagen zwar fast fliegen, aber eine schlierenfreie Scheibe und Wischer, die nicht rattern, kriegen die Hersteller dauerhaft nicht gebacken. Deshalb muss der Fahrer selbst auf die Pflege seiner Scheibenwischer achten. Denn Grund für die Schmiererei sind häufig abgenutzte oder schlecht gepflegte Wischblätter. Im Zweifelsfall gilt für den Wischerwechsel: Lieber etwas eher. Doch beim Neukauf nicht einfach blind zugreifen. Im Handel sind Preisunterschiede von bis zu 100 Prozent normal.

Scheibenwischer im GTÜ-Test: Billigware wischt schlecht

Augen auf beim Wischerkauf: Lieber ein paar Euro mehr für Markenprodukte ausgeben.

Beim Wischerkauf lieber ein paar Euro mehr für Markenprodukte ausgeben. Wer billig kauft, kauft doppelt.

Regel 1: Ein Spontankauf an der Autobahn-Tankstelle ist stets teuer. Wer Qualität zum günstigen Preis will, der sieht sich im Zubehörhandel um. Regel 2: Wer Billigware kauft, kauft teuer. Für Laien sehen alle Wischgummis gleich aus, Qualitätsunterschiede bemerkt man erst nach Inbetriebnahme. Markenprodukte pfeifen nicht im Fahrtwind, liegen über die gesamte Blattlänge satt auf der Scheibe und sind einfach zu montieren. Einige Autos wie Mercedes CL, S-Klasse oder VW Polo sind mit neuen Flachbalken-Wischblättern ausgestattet. Vorteil: wenig Windgeräusche, gleichmäßiger Anpressdruck. Nachteil: Die neuen Wischer sind nicht überall erhältlich.

Gummi-Killer: Eis, Wachs, Insekten

Nach der Waschstraße die Scheibenwischer nicht vergessen und das Wachs entfernen! Nur so gibt es klare Sicht.

Nach der Waschstraße die Scheibenwischer nicht vergessen und das Wachs entfernen! Nur so gibt es klare Sicht.

Wichtig für alle Wischer ist gute Pflege. Ein typischer Gummi-Killer ist das Wischen über vereiste Scheiben. Denn die Gummilippe hat eine auf den Hundertstelmillimeter genau geschliffene Kante. Selbst eine dicke Schicht verkrusteter Insekten sorgt für Beschädigungen. Gegen unsanfte Behandlung ist auch die Mechanik der Wischblätter empfindlich. Lässiges Zurückschnalzen nach dem Scheibenputzen kann sie verbiegen, dann passt der Anpressdruck nicht mehr. Zurechtbiegen verschlimmert die Sache nur noch. Wer seine Gummis pflegt, entfernt nach der Waschstraße das Wachs, gute Tankstellen helfen mit geeigneten Tüchern. Gegen die bleibende Deformierung der Gummilippe nach langer Standzeit kann man nichts machen: Ist der Wischerarm in seiner Park-Position, liegt die Gummilippe stets in eine Richtung gekippt.

Lange Standzeiten schaden

Bei älteren Blättern lässt sich die Gummilippe beim nächsten Einsatz nicht mehr in die andere Richtung zurückbiegen. Das Ergebnis ist lautes Rattern und Schlieren an den Wischer-Enden. Dauerparker können Vorsorge treffen: Steht das Auto länger in der Garage, etwa über die Wintermonate oder während der Sommerferien, kann man die Wischer hochklappen und verlängert so ihre Lebenserwartung.

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