Geiger Camaro SS Cabrio: Kurztest

— 01.12.2011

Satte 568 PS und Tempo 280

Das Geiger Camaro SS Cabrio will mehr als nur Mitläufer sein. Mit 568 PS meldet der starke Ami ernsthafte Führungsansprüche an. Sein ausgeprägt grimmiger Blick erstickt Widerworte im Keim.



Die Zeit der Grauimporte ist vorbei: Chevrolet hat sich getraut – und vertreibt Camaro Coupé und Cabrio endlich auch in Deutschland. Ab 38.990 Euro steht das Muscle-Car beim Chevrolet-Dealer – drei Jahre Hersteller-Garantie inklusive. Karl Geiger mischt unverändert mit: Seit September hat er einen offiziellen Händler-Vertrag – und zum Auto das passende Tuning im Angebot. Wir haben sein nachträglich aufgeladenes Cabrio getestet.
Karosserie/Qualität Mit Geiger-Bodykit schaut der schon ab Werk martialisch gestylte Sportler noch böser aus. Sportauspuff, 22-Zöller und mit Lack und Folie gesetzte orange Akzente tun ein Übriges. Das Publikum hat ein Herz für den Bad Boy: Wo er auch fährt und steht, wird er angeschmachtet – von Berührungsängsten oder gar Neid keine Spur.

Übersicht: Alle News und Tests zum Chevrolet Camaro

Imposant: Neben diesem Hintern sieht selbst Po-Ikone J. Lo keine Sonne.

Fahrfreude/Antrieb Das geht ab: Ein mächtiger Kompressor bläst dem Achtzylinder den Marsch und garantiert druckvollen Vorwärtsdrang. Neben dem Lader installiert Geiger außerdem eine Sportnockenwelle und Schmiedekolben. Zudem bearbeitet er Zylinderköpfe, Steuerkette, Ventilfedern, Ein- und Auslassventile sowie die Drosselklappe. Der Pilot darf über 568 anstelle von 405 PS gebieten – und satte 779 statt 556 Newtonmeter verwalten. Überfordert muss sich davon niemand fühlen – dank harmonischem Sechsstufen-Automaten. Im Fahrbetrieb sind nur Kleinigkeiten zu bekritteln: Die zu tiefe Spoilerlippe küsst regelmäßig den Asphalt, der Kompressor heult so laut, dass der Motorsound in den Hintergrund tritt.

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Verdrängungswettbewerb: riesige 22-Zoll-Räder mit ganz, ganz wenig Reifen.

Fahrleistungen Schnell ist das Cabrio zweifelsohne. Die Einordnung fällt jedoch schwer – ein serienmäßiges Referenzfahrzeug hatten wir nie im Test: In der Not muss ein handgeschaltetes Camaro Coupé mit 432 Serien-PS herhalten – das trotz 200 Kilogramm Mindergewicht kein Land sieht: Null bis 200 km/h dauern damit 17,5 Sekunden – das Tuningautos schafft's in glatten 14. Statt bei 250 km/h regelt die Motorsteuerung erst bei 279 ab. Viel schneller möchte man in Anbetracht des im offenen wie geschlossenen Zustand fröhlich flatternden Verdecks ohnehin nicht fahren.
Fahrwerk/Komfort Neben einem Gewindefahrwerk montiert Geiger Cars eine Domstrebe. Hinreichend verwindungssteif pfeilt der Camaro denn auch zügig ums Eck – und verzögert dank seiner Mörderbremse bombig. Die 22-Zöller glänzen mit tollem Grip, erfordern betreffs Abrollkomfort und Spurstabilität aber Zugeständnisse.
Preis/Kosten Die Trinksitten des Amis erfordern Toleranz: 17,8 Liter Super Plus sind kein Pappenstiel.

Autor: Ben Arnold



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