Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) vor dem Warnschilder gegen Geisterfahten

Geisterfahrer: Warnschilder im Test

— 07.12.2010

Schilder warnen vor Geisterfahrten

Rund 1700 Geisterfahrten zählt die Polizei jedes Jahr – immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) lässt jetzt testen, ob Warnschilder helfen.

(dpa) Eine ausgestreckte schwarze Handfläche mit den Hinweisen "Stopp" und "Falsch", das zeigen die Warnschilder, die Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) jetzt in einem Pilotversuch in Bayern aufstellen lässt. Die beiden Hauptgründe für Geisterfahrten sind nach Angaben des Ministeriums nämlich Orientierungslosigkeit und Wendemanöver auf der Autobahn. Die Warntafeln sollen auf der A8 zwischen Übersee am Chiemsee und dem Grenzübergang Walserberg an acht Ausfahrten stehen. Der Modellversuch folgt dem österreichischen Vorbild, wo es die Geisterfahrerwarntafeln bereits seit 18 Jahren gibt. "Wir haben uns bewusst an den Warnschildern Österreichs orientiert und verwenden absichtlich die gleiche, bewährte Aufmachung", sagte Ramsauer.

Ein Alptraum auf deutschen Autobahnen: Geisterfahrer sind eine tödliche Gefahr.

Auch die Teststrecken an den Grenzen zu Österreich wurden absichtlich gewählt. "Auch in Österreich sind die Warnschilder allerdings nur ein Mittel, um Geisterfahrer auf der Autobahn zu verhindern." Beide Testabschnitte werden wissenschaftlich begleitet. Ende 2012 gibt es dann einen ersten Zwischenbericht. "Dann erst werden wir über eine mögliche, flächendeckende Einführung entscheiden", so Ramsauer. In Österreich konnte ein drastisches Absinken der Geisterfahrerzahlen durch die Tafeln nicht festgestellt werden. "In Summe erscheint die Wirkung der Warnschilder freilich evident – umso mehr, als seit dem Jahr 2000 die Verkehrsleistung auf den Autobahnen um 30 Prozent gestiegen ist", sagte Walter Fleißner vom Wiener Verkehrsministerium.

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