Navi-Skandal bei Ebay

Geklaute Autoteile bei Ebay (2013)

— 20.06.2013

Auskunft nur gegen Geld

Ebay berechnet der Polizei Ge­bühren für die Weitergabe von Daten mutmaßlicher Hehler. Eine Anfrage kostet die Ermittler drei Euro.

Ebay berechnet der Polizei Ge­bühren für die Weitergabe von Daten mutmaßlicher Hehler. Pro Anfrage verlangt das Online-Auktionshaus seit Mitte Mai drei Euro. Beim Ebay-eigenen Online-Bezahldienst Paypal sind es 17 Euro pro Stunde und 2,50 Euro pro elektronischem Dokument. Laut Gewerkschaft der Polizei (GdP) bitten nicht nur Ebay, sondern auch Versandhäuser oder Banken Ermitt­ler zur Kasse – völlig legal nach dem Justizvergütungs- und -entschädi­gungsgesetz (JVEG). Onlineplattformen hätten allerdings oft "Betriebsstrukturen geschaffen, die Kriminelle durchaus anlocken", wie GdP-Chef Oliver Malchow sagt. Ein Polizei-In­sider wird deutlicher. Er befürchtet, dass die Bezahlschranke Ermittler abschreckt.

Die Höhlen der Navi-Hehler

Umfrage

'Ebay bittet die Polizei zur Kasse. Mit Recht?'

Ebay-Sprecherin Maike Fuest: "Die Bearbeitung von Behör­denanfragen ist für uns mit signifikantem personellem und finanziellem Aufwand verbunden." Zudem plagen das Internet-Auktionshaus technische Probleme bei der Kriminalitätsbekämpfung. Nach einem AUTO BILD-Bericht im Dezember 2012 wurde der Verkauf von Festein­bau-Navigationsgeräten auf zwei Stück pro Privatverkäufer in 90 Ta­gen beschränkt. Zudem müssen die Anbieter ein Jahr angemeldet sein und mindestens 50 positive Bewer­tungen haben. Stichproben von AU­TO BILD ergaben jedoch: Mitglieder bieten oft deutlich mehr als zwei Ge­räte innerhalb der Frist an. Laut Ebay ein Fehler im Computerprogramm.

Rückblick: Navi-Skandal bei Ebay

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