Gelände-Fahrschule (4. Teil)

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Gelände-Fahrschule (4. Teil)

— 22.05.2003

Wasser marsch!

Wasserdurchfahrten sind die Höhepunkte bei jedem Geländeausflug. Wir sagen Ihnen, wie Sie sicher das andere Ufer erreichen.

Wasserdicht mit Klebeband

Die Technik unserer Geländewagen mag kein Wasser! Deshalb geben die Hersteller für viele Allradautos einen Wert für die Wattiefe an – also für jenen Pegelstand, bei dem Furten noch gefahrlos durchquert werden können. Doch was, wenn der Hersteller diesen Wert nicht angibt? Und: Bis zu welcher Wassertiefe geht es im Notfall dann doch noch, und welche Tiefe ist nun wirklich nicht mehr bezwingbar?

Eine Antwort auf diese Fragen gibt die sorgfältige Kontrolle von Einbauort und Ausführung aller wasserempfindlichen Teile am eigenen Auto. Das Wasser findet über die Motorluft-Ansaugung, die Entlüftungsöffnungen von Differenzialen und Getrieben sowie über den Ölmessstab seinen Weg in die Mechanik – obwohl diese Ölreservoirs serienmäßig mehr oder weniger gut gegen eindringendes Wasser geschützt sind.

Ein prüfender Blick vor der Einfahrt in eine Furt schadet hier nicht. Mit Klebeband kann man problematische Stellen kurzfristig abdichten. Auch die Elektrik und Elektronik jedes Geländewagens reagiert sensibel auf eingedrungenes Wasser. Meist ist die Einbauhöhe der Lichtmaschine entscheidend für die Wattiefe.

Vor der Fahrt ein Fußmarsch

Ist der Wagen für die Wasserdurchfahrt gerüstet, kommt der sportliche Teil der Übung: Man muss die Furt erst einmal zu Fuß erkunden: Wie tief ist das Wasser, wie stark die Strömung, wie sieht der Untergrund aus? Ein Stock hilft beim Abtasten des Flussgrundes sowie bei der Ermittlung der Wassertiefe und erleichtert es, in starker Strömung das Gleichgewicht zu halten.

Bevor wir losfahren, senken wir den Luftdruck in den Reifen, legen – falls vorhanden – die Untersetzung ein und sperren alle Differenziale. Mit viel Gas und wenig Geschwindigkeit geht es im niedrigen Gang auf der erkundeten Route durchs Wasser.

Selbst wenn man alle Vorsichtsmaßnahmen beachtet hat, gibt es keine Garantie, das gegenüberliegende Ufer zu erreichen – das Auto kann stecken bleiben oder aufschwimmen. Deshalb: Heikle Flussdurchquerungen mit zwei Geländewagen angehen, wobei ein Wagen den anderen sichert.

Nächste Folge: Schlammdurchfahrten – ab 20. Juni in AUTO BILD alles allrad.

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