Gemballa Avalanche 600 GT2 EVO — 26.05.2008

Der ballert

Porsche-Tuner Gemballa symbolisiert die Urgewalt von Lawinenabgängen im neuen Avalanche 600 GT2 EVO. Mit 600 PS liegt der modifizierte 997 auf Augenhöhe mit der getunten Konkurrenz aus Maranello und Sant'Agata-Bolognese.

Im wahrsten Sinne des Wortes ein echter Abgang: Gemballa nimmt pünktlich zur Sportwagensaison den neuen Avalanche 600 GT2 EVO ins Programm. Basis für den reinrassigen Tiefflieger sind die beiden Porsche-Hochkaräter 997 Turbo und GT2 der aktuellen Baureihe. Im schwäbischen Leonberg wird aus dem 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxermotor (480 PS beim Turbo/530 PS beim GT2) ein echter 600-PS-Hammer. Verantwortlich für den Leistungszuwachs ist das Gemballa-Powerkit, das unter anderem einen Sport- bzw. ein Rennsportladeluftkühler mitbringt. Neben der obligatorischen Sportauspuffanlage zeigt vor allem der Eingriff in die Motorelektronik Wirkung: 320 km/h rennt der modifizierte 997 in der Spitze. Den Prestigesprint erledigt der Avalanche 600 GT2 EVO in maximal 3,5 Sekunden; mit Sport-Shifter (Schaltwegeverkürzung für Schaltgetriebe) und Geschick wird dieser Wert laut Gemballa durchaus unterboten. Die Gesamtheit der Modifikationen bringt beim 600 GT2 EVO satte 840 Nm maximales Drehmoment zu Tage.

Der Avalanche 600 GT2 EVO wird von 20-Zoll-Felgen mit 245er- bzw. 325er-Bereifung getragen.

Optisch steht der 600 GT2 EVO seiner Leistung in Nichts nach: mit Anleihen vom Supersportler Porsche Carrera GT prägen geänderte Lufteinlässe die Flanke. Seitenschweller halten Verbindung zwischen der Gemballa-Frontschürze und dem imposanten Heck, dessen Pate in eigenem Hause zu Suchen ist: dem Gemballa Mirage GT. Diverse Anbauteile sind zu Gunsten des Gewichts aus Kohlefaser-Werkstoff gefertigt. Zu den Tugenden des 600 GT2 EVO zählen nicht nur massig Leistung und sportliche Optik, auch in puncto Fahrdynamik setzen die Schwaben die Messlatte hoch: ein verstellbares Gewindefahrwerk und versteifte Achshalterungen bilden dazu das Grundgerüst. Zusätzlich verbaut Gemballa ein Stabilisatorenkit nebst Racing-Querlenker und Domstrebe. Für adäquate Verzögerungswerte sorgt eine Hochleistungsbremsanlage mit größerem Scheibendurchmesser und die 245er- bzw. 325er-Bereifung, die sich bei Tempo 320 kraftvoll in den Asphalt beißt. Montiert sind die überbreiten Gummis auf 20-Zoll-Felgen des Typs "Racing Black Edition"; Alternativ auch als "Silver Edition" oder "Black Magic" erhältlich. Als Sonderediton geht leider auch der Preis des Rasse-Sportlers durch: 140.000 Euro ruft Gemballa für den exklusiven Umbau auf. Der Anschaffungspreis eines 997 Turbo oder GT2 kommt obendrauf.

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