Gemballa Mirage GT — autobild.de — 02.10.2007

Schwäbische Fata Morgana

Gemballa Mirage GT
Szene-Kenner asoziieren mit der Marke Gemballa eine sich ballende Faust. Mit eben dieser poltert der Porsche-Veredeler aus dem oberschwäbischen Leonberg in der Nähe von Stuttgart auf den Tisch. Ganz nach der Devise: "Zeigen, wo der Hammer hängt".
Der Porsche Carrera GT zählt zu den exklusivsten Sportwagen der Welt. Porsche- Spezialist Gemballa setzt mit einer elitären Evolutionsstufe den Individualitäts-
Faktor auf ein Höchstmaß.
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Von Andreas Rogotzki Szene-Kenner asoziieren mit der Marke Gemballa eine sich ballende Faust. Mit eben dieser poltert der Porsche-Veredler aus dem oberschwäbischen Leonberg in der Nähe von Stuttgart auf den Tisch. Ganz nach der Devise: "Zeigen, wo der Hammer hängt". In dem Fall stellt einer von 1380 Porsche Carrera GT die Basis für einen exklusiven Umbau. Wer also zur erlesenen Kundschaft gehört und bereits 453.000 Euro ins Autohaus getragen, und immer noch etwa 230.000 Euro auf der hohen Kante hat, dem offenbart sich ein weitaus exklusiveres Vergnügen als ein Carrera GT sowieso schon mit sich bringt: der Gemballa Mirage GT. Mirage kommt aus dem Französischen und bedeutet Luftspiegelung, auch bekannt als Fata Morgana. Wie treffend. Gemballa stattet jedes der 25 Exemplare, die exklusiv für jeden Kunden einzeln gefertigt werden, mit einen Speziallack nach Wunsch aus: Ob Perleffekt, Glitter, Matt oder trendiges Weiß – die Leonberger machen es möglich. Aktuell sind elf Mirage GT gebaut, einer davon in Schwarz mit farbigen Glittereinlagen. In Sachen Leistung darf man sich beim optimierten 5,7-Liter-Aggregat über 40 PS und 20 Nm mehr freuen; 652 lautet dann der Wert, der beim Pilot für funkelde Augen sorgt. Die 100 Stundenkilometer erreicht das Zehnzylinder-Geschoss in 3,8 Sekunden.

Technisch verfeinern die Gemballa-Ingenieure den GT mit einer komplett neuen Auspuffanlage, die anstatt der serienmäßig zwei nun über vier Endrohre verfügt. Optisch und im Klang ein weiteres Highlight. An Front und Heck erhält der Supersportler Gemballa-Optik in Form neuer Schürzen, die außerdem die Aerodynamik des Wagens in puncto Abtrieb und Fahrstabilität verbessern. Die visuellen Änderungen firmieren unter der Bezeichung Gemballa Aero-Concept und beinhalten zusätzlich zum  famosen Heckspoiler und den modifizierten Seitenschwellern neue vordere Seitenteile. Mit diversen Kühlöffnungen und einem Luftleitsystem versehen, erhält das V10-Triebwerk so die nötige Frischluft. Sämtliche Teile der neuen Außenhaut sind aus hochfestem und superleichtem Carbon, das auch im Innenraum des Mirage zum Einsatz kommt: Mittelkonsole und Türverkleidungen sind nämlich ebenfalls aus der exklusiven Faser.

Den Kontakt zum Asphalt stellen Gemballa-High-Tech-Räder (aus Vollmaterial gefräst) in den Dimensionen 19 und 20 Zoll her. An der Vorderachse kommen Reifen der Größe 265/35-R19, 335/30-R20 an der Hinterachse zum Einsatz. Kleine Bombe zum Schluss: Gemballa plant eine weitere Ausbaustufe für das V10-Triebwerk; 800 PS sollen dann für noch spektakuläreres Fortkommen sorgen.