General Motors: Rückruf-Debakel

General Motors: Neue Rückrufe

— 10.06.2014

Airbags und Gurtstraffer versagen

Die Rückrufserie bei GM nimmt kein Ende. Gleich vier Baureihen ordert der US-Hersteller aktuell in die Werkstätten. Betroffen ist auch der Chevrolet Cruze.

Die defekten Zündschlösser konnten währen der Fahrt auf die "Aus"-Position springen.

(dpa/brü) Kurz nach der öffentlichen Abrechnung von GM-Chefin Mary Barra mit firmeninternen Schlampereien startet der Autobauer vier neue Rückrufe. Betroffen sind insgesamt 89.100 Wagen. Das gab der Opel-Mutterkonzern kürzlich in Detroit bekannt. Bei Pick-up-Trucks können die Warntöne für die geöffnete Fahrertür oder das Nicht-Anschnallen ausfallen; bei diversen Pkw-Modellen wie dem kompakten Chevrolet Cruze können Airbags oder Gurtstraffer bei einem Unfall versagen. Bei einem Unfall wurde der entsprechende Fehlercode im System nachgewiesen. Chevrolet in Deutschland war am 10. Juni 2014 noch nicht bekannt, ob auch in Deutschland zugelassene Fahrzeuge betroffen waren. Das teilte ein Sprecher autobild.de auf Anfrage mit.
Rückruf bei General Motors: Zündschloss-Probleme

Der Zündschlüssel-Rückruf betrifft auch den in Deutschland verkauften Opel GT.

General Motors hat damit seit Jahresbeginn 34 Rückrufe angestoßen mit weltweit 15,9 Millionen Wagen, davon 13,9 Millionen in den USA. Am prominentesten ist der Fall der defekten Zündschlösser, die während der Fahrt in die Ausgangsstellung zurücksprangen, wodurch der Fahrzeugmotor bei voller Fahrt absterben kann. Dadurch wurden in verschiedenen Fällen auch Airbags, Bremskraftverstärker und Servolenkung abgeschaltet. Dieser Rückruf betrifft auch Autos von Opel: In Deutschland müssen 4223 Opel GT in die Werkstatt. Nach Firmenangaben kamen durch Unfälle wegen der Zündschloss-Panne 13 Menschen ums Leben. US-Verbraucherschützer gehen von mehr als 300 Toten aus.

Probleme zehn Jahre lang verschwiegen

Die defekten Zündschlösser waren seit mehr als zehn Jahren bekannt, der Rückruf erfolgte aber erst Anfang dieses Jahres. Firmenchefin Barra hatte am vergangenen Donnerstag (5. Juni 2014) einen Untersuchungsbericht vorgelegt, der ein "Muster von Inkompetenzen und Versäumnissen" offenbarte, wie sie selbst sagte. 15 Mitarbeiter wurden gefeuert. Barra hat sich nach ihrem Amtsantritt im Januar Sicherheit der Wagen auf die Fahnen geschrieben. Sie lässt die Modellreihen systematisch überprüfen, wodurch sich die hohe Zahl an Rückrufen erklären lässt. Bereits am Donnerstag hatte sie angekündigt, dass weitere Autos in die Werkstätten müssten.

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