General Motors: Rückruf-Debakel

General Motors: Rückruf-Debakel

— 05.06.2014

GM feuert 15 Mitarbeiter

Das Zündschlossproblem bei General Motors hat mindestens 13 Tote gefordert. Das hat personelle Konsequenzen: 15 Mitarbeiter müssen gehen.

(mv) Die jahrelang ignorierten Probleme bei General Motors mit Zündschlössern, die mindestens 13 Menschen das Leben kosteten, haben Konsequenzen. "15 Mitarbeiter, die sich falsch verhalten haben, sind nicht länger im Unternehmen", sagte Konzernchefin Mary Barra am 5. Juni 2014 bei der Vorstellung eines internen Berichts über das Debakel. Sie hätten falsche Entscheidungen getroffen oder nichts getan, obwohl sie von Problemen gewusst hätten. Es habe eine Serie von Fehlern gegeben, erklärte Barra vor rund 1200 Mitarbeitern im Entwicklungszentrum in Warren nahe Detroit. "Das Lesen des Berichts hat mich tief traurig gemacht und verstört", sagte Barra und entschuldigte sich abermals bei Hinterbliebenen und Unfallopfern. "Das hätte niemals passieren dürfen."
Rückruf bei General Motors: Zündschloss-Probleme

Der Bericht habe jedoch festgesellt, dass die technischen Probleme nicht bewusst vertuscht worden seien. Dadurch wurde auch Barra entlastet. "Wir werden ein Entschädigungsprogramm auflegen", versprach sie, ohne indes eine Summe oder Details zu nennen. Während GM von 13 Toten spricht, gehen US-Verbraucherschützer von mehr als 300 aus. Der Konzern ruft 2,6 Millionen ältere Wagen weltweit wegen des Defekts zurück. Der Zündschlüssel kann während der Fahrt zurückspringen, was auch Airbags, Bremskraftverstärker und Servolenkung abschaltet. Auch Opel ist von diesem Rückruf betroffen: In Deutschland müssen 4223 Opel GT in die Werkstatt.

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