Cadillac CTS

General Motors: Weitere Rückrufe in den USA

— 21.05.2014

2,4 Millionen Autos zum Check

General Motors ruft in den USA weitere 2,4 Millionen Autos in die Werkstatt. Sicherheitsgurte, Getriebe, Sicherungskästen und Airbags machen Probleme.

(dpa) Die Rückruf-Serie bei General Motors findet kein Ende: Nun ordert der Opel-Mutterkonzern mehr als 2,4 Millionen Autos alleine in den USA in die Werkstätten, die unterschiedliche Probleme haben – entweder mit den Sicherheitsgurten, dem Getriebe, dem Sicherungskasten oder den Airbags.
Weitere 218.000 Autos von General Motors müssen in die Werkstatt
(dpa) Die nächsten Autos von General Motors müssen zur Reparatur. Nachdem der Opel-Mutterkonzern am Dienstag mehr als 2,4 Millionen Wagen in den USA wegen diverser Mängel in die Werkstätten gebeten hatte, folgten am Mittwoch weitere gut 218.000 Autos. Die Unterlagen seien am Vortag noch nicht fertig gewesen, erklärte ein Firmensprecher. GM hat damit in diesem Jahr 29 einzelne Rückrufe angestoßen mit einer Gesamtzahl von 13,8 Millionen Fahrzeugen alleine in den USA.

In den neuesten Fällen geht es um den Chevrolet Aveo und Optra der Modelljahre 2004 bis 2008. Hier kann es zu einer Überhitzung des Steuermoduls für das Tagfahrlicht kommen und dadurch schlimmstenfalls zu einem Brand. Ob auch Fahrzeuge im Ausland betroffen sind, war zunächst unklar. General Motors veranschlagt für alle in diesem Jahr verkündeten Reparaturen 1,7 Milliarden Dollar (1,2 Mrd Euro), wovon 400 Millionen Dollar auf die Rückrufe des zweiten Quartals entfallen.
Zahlen für den Weltmarkt lagen zunächst nicht vor. Es habe bei Unfällen zwar Verletzte, aber keine Toten gegeben, teilte General Motors am 20. Mai 2014 in Detroit mit. In den USA sind die Baureihen Buick Enclave, Chevrolet Traverse, GMC Acadia, Saturn Outlook, Chevrolet Malibu, Pontiac G6, Cadillac Escalade, Chevrolet Silverado HD und GMC Sierra betroffen. Es handelt sich um aktuelle Modelle und solche bis zurück ins Jahr 2004. GM leidet seit Jahresbeginn 2014 unter millionenfachen Rückrufen wegen diverser Mängel. Das geht auch ins Geld: Alleine die Reparatur der neu entdeckten Fehler wird nach Unternehmensschätzungen 200 Millionen Dollar kosten, womit die Rechnung im Quartal auf 400 Millionen Dollar. Zudem wurde GM von der US-Verkehrssicherheitsbehörde erst kürzlich nach einer Reihe tödlicher Unfälle wegen mangelhafter Zündschlösser eine Strafe von 35 Millionen Dollar aufgebrummt. GM habe die Mängel zu spät gemeldet, hieß es zur Begründung. Weil ein Schalter zu schwach ausgelegt ist, kann der Zündschlüssel zurückspringen. Das schaltet neben dem Motor auch Bremskraftverstärker, Airbags und Servolenkung aus.
Zündschloss-Rückruf auch in Deutschland: Opel GT muss in die Werkstatt

Die seit Jahresbeginn amtierende GM-Chefin Mary Barra hat die Suche nach Defekten in den Modellen des Konzerns intensiviert, wodurch sich die hohe Zahl an Rückrufen erklären lässt. Alleine auf dem wichtigen Heimatmarkt USA bittet der Konzern seit Jahresbeginn 13,6 Millionen Wagen in die Werkstätten, wobei in vielen Fällen die Ersatzteile erst noch produziert werden müssen.

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