General Motors: Rüge von der NHTSA

General Motors: Zündschloss-Probleme

— 09.04.2014

Geldstrafe für GM

Die US-Sicherheitsbehörde NHTSA verdonnert General Motors zu einer Geldstrafe. GM hat noch nicht alle Fragen zum Zündschloss-Problem beantwortet.

(dpa/jb) Die US-Verkehrssicherheitsbehörde hat General Motors eine Geldstrafe auferlegt, weil der Opel-Mutterkonzern einen Fragenkatalog zu seinen fehlerhaften Zündschlössern nicht rechtzeitig beantwortet hat. Die von der NHTSA gesetzte Frist war am 3. April 2014 abgelaufen. Für jeden Tag, den die vollständigen Antworten auf sich warten lassen, soll GM bis zu 7000 Dollar (rund 5075 Euro) zahlen.
Auch deutsche Autos sind betroffen: Opel GT muss in die Werkstatt

Über zweieinhalb Millionen Zündschlösser betroffen

In Deutschland betroffen: 4223 Opel GT Roadster.

Der Chefjustiziar der Behörde, Kevin Vincent, ermahnte General Motors in einem am 8. April veröffentlichten Brief: Dass der Autobauer inzwischen eine interne Untersuchung veranlasst habe, sei kein Grund, die Anfrage der Behörde in Teilen zu ignorieren. GM ruft weltweit 2,6 Millionen ältere Wagen in die Werkstätten zurück, die meisten davon in den USA. Der Zündschlüssel droht, wenn zum Beispiel ein schwerer Schlüsselbund daran hängt, bei voller Fahrt in die "Aus"-Position zurückzuspringen, was auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschaltet.
Wegen defekter Zündschlösser: GM-Rückruf wird zum Flächenbrand

GM wird vorgeworfen, das Problem mehr als zehn Jahre lang ignoriert zu haben. Wegen des Vorfalls war GM-Chefin Mary Barra vor Kongressausschüsse zitiert worden. Es laufen zahlreiche Klagen von Unfallopfern und unzufriedenen Autobesitzern gegen den Konzern. Vorsichtshalber ruft GM weitere Fahrzeuge auch wegen anderer Defekte zurück. Insgesamt sollen weltweit 6,3 Millionen Wagen zur Reparatur, was nach Firmenschätzungen etwa 750 Millionen Dollar kostet. Neben General Motors haben derzeit auch Toyota und Chrysler Probleme mit großen Rückruf-Aktionen.

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