Genfer Autosalon 2010: Die Boliden der Tuner

Genfer Autosalon 2010: Die Boliden der Tuner

— 03.03.2010

Kann denn Leistung Sünde sein?

Lumma, Hamann, Schnitzer und Co. pfeifen in Genf auf Öko-Gerede und Spirtspar-Bemühungen. Brabus schießt mit dem 800 PS starken E V12 Coupé wie gewohnt den Vogel ab.

Zwischen den sportlichen Boliden mit offiziellem Hersteller-Siegel finden sich auf dem Genfer Autosalon 2010 auch Abnormitäten, die so exotisch drein gucken, dass man sich das Lachen fast nicht verkneifen kann. Manch ein Renner der Tuner-Zunft stellt derart selbstbewusst die Flügel, als stünde das Revival von Achtzigerjahre-Fuchsschwanz und Lexmaul-Plastik-Breitbau unmittelbar bevor. Statt aus knarzendem Kunststoff sind die breiten Backen heute freilich aus sauteurer Kohlefaser gefertigt, und den Platz scharfer Nockenwellen und Registervergaser haben längst am Computer modifizierte Steuergeräte eingenommen. Das Ziel ist gleich geblieben: mehr Leistung – um fast jeden Preis.

Sonderseite: Die Stars des Genfer Autosalons 2010

800 PS und 350 km/h Spitze: Das Brabus EV 12 Coupé schießt in Genf den Vogel ab.

Gleich am ersten Genf-Tag schickt der Bottroper Mercedes-Radikalveredler Brabus die Meldung vom E V12 Coupé um den Globus und zieht das Tuch vom zuvor gut versteckten Blech. 800 PS und 1100 Newtonmeter wüten unter einem schwarzen Adlerkostüm. In 3,7 Sekunden rennt das Biest aus dem Stand auf hundert Sachen, nach 9,9 Sekunden sind 200 km/h, in 23,9 Sekunden ist die 300er-Marke erreicht. Spitze: abgeregelte 350 km/h. Bei solchen Werten juckt es in ihrer Brieftasche? Respekt! Denn der Brabus-Donnerkeil dürfte so um die 600.000 Euro teuer sein. Deutlich volksnäher hat zum Beispiel VW- und Audi-Tuner Abt angerichtet. Der Golf R der Bayern leistet 310 PS und schafft immerhin 261 km/h.

Mehr PS: Die Serien-Sportler des Genfer Autosalon 2010

Tuner Mansory mag es auffällig. Selten so viel Carbon an einem Auto gesehen wie am Mansory Cyrus!

Tuner Lumma hat sich in Zuffenhausen umgesehen und einen Panamera mit nach Genf gebracht. Außen deutlich breiter, als es von den Porsche-Ingenieuren geplant war, innen viel bunter, als von den Werks-Designern vorgesehen und mit 700 PS stärker, als sich das die Schwaben bislang vorstellen konnten. Noch immer nicht genug Dampf unter der Haube? Dann wäre da ja noch der Race 848 von Novitec Rosso, ein umgebauter Ferrari 599 GTB Fiorano mit 848 PS. Nicht exklusiv genug? Carlsson bietet den C25 an, ein auf 25 Exemplare limitiertes, 753 PS starkes Geschoss, das verblüffend an den Mercdes SL erinnert. Dabei ist der C25 das erste komplett eigene Auto, dass der Merziger Tuner entwickelt hat. Und wenn das alles nicht hilft, bleibt nur der Weg zu Exklusiv-Tuner Mansory. Der hat einen Rolls-Royce Ghost "verschönert". Motto: sehr viel Gold trifft sehr viel Blau. Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie doch oben in unsere Bildergalerie und sehen Sie selbst! Da finden Sie auch alle weiteren Tuning-Highlights aus Genf.

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