Genf 2010: Helden des Alltags

Genfer Autosalon 2010: Die Helden des Alltags

— 02.03.2010

Willkommen in der Wirklichkeit

Statt abgedrehter Zukunftsträume glänzt der Genfer Salon mit Kaufbarem: Nissan Micra, Audi A1, VW Sharan II, Nissan Juke, Opel Meriva und Dacia Duster legen einen großen Auftritt hin.

Genf, wie es blitzt und blinkt. Die Firmenlogos sind auf Hochglanz poliert, die Messestände aufs Aufwändigste ausgestattet, die Hostessen perfekt ausgeleuchtet. Alles wie immer. Und doch alles anders. Wo in den letzten Jahren die Zukunft Vorfahrt hatte, geben 2010 handfeste Serienmodelle den Ton an. Autos, die man kurz nach der Messe wirklich kaufen kann, statt Visions-Luftblasen. Wobei das mit dem Kaufen so eine Sache ist. Nicht alles, was zu den Händlern rollt, passt auch zum Geldbeutel der automobilen Massen.

Überblick: Die Highlights auf dem Genfer Autosalon 2010

Bestes Beispiel: der neue Porsche Cayenne. Optisch um ein weltmarkt-taugliches Heck, ein bissiges Gesicht und einen Hybrid-Antrieb ergänzt, soll die nächste Generation des sportlichen Allradlers die Kunden locken. Mit fünf Antriebsvarianten startet der Cayenne in seinen zweiten Frühling. Ab Mai 2010 sind zunächst die V8-Modelle zu haben, im Juni folgt der Diesel, im Juli der Einstiegs-V6. Ebenfalls noch im Juni fährt erstmals ein Cayenne Hybrid vor. Was noch fehlt? Ein bisschen Selbstbewusstsein. Mehr als einen Platz in der Ecke haben die Schwaben für ihren Hybrid-Allradler nämlich nicht freigemacht. Im Rampenlicht steht der 918 Spyder. Eine Studie. Verkehrte Welt.

Der Nissan Juke auf dem Genfer Autosalon 2010

Ein bisschen in der Ecke versteckt hat auch Nissan den flammneuen Juke. Der schrille Kompakt-Crossover kämpft dank roter Lackierung tapfer gegen das schummrige Licht des Messestandes. Eigentlich schade. Denn der 4,13 Meter lange und 1,76 breite Japaner ist fast zu auffällig, um ein Serienmodell zu sein. Ist er aber. Wovon sich ab Herbst 2010 jeder beim Nissan-Händler überzeugen kann. Ganz anders bei Kia. Die Koreaner zeigen den neuen Sportage in drei knalligen Bonbon-Farben und treffen damit offensichtlich den Nerv des Messe-Publikums. Das SUV-Segment am Ende? Im Leben nicht! Wollen wir wetten?

Verkehrte Welt bei Opel

Noch nicht ganz in der Wirklichkeit angekommen ist Opel. Die Rüsselsheimer protzen in Genf mit dem Flexstreme GT/E – einem futuristischen Elektro-Viersitzer mit Range-Extender und parken den eigentlichen Star der Messe nebenan: den neuen Opel Meriva. Der soll mit neuem Türkonzept (im Fond hinten angeschlagen), modernem Look und mehr Platz die jungen Familien ansprechen und Geld in die chronisch-klamme Opel-Kasse bringen. Das könnte klappen – trotz etwas zu klein geratenem Messeauftritt. Wie's geht zeigt Renault: Bei den Franzosen kreiseln der Winz-Roadster Wind und das Klappdach-Cabrio Renault Mégane CC im Rampenlicht – ungestört von abgedrehtem Zukunfts-Gedöns.

Der Dacia Duster auf dem Genfer Autosalon 2010

Ebenfalls richtig gut in Form ist Renault-Ableger Dacia. Die Rumänen konzentrieren sich in Genf ganz auf den Spaß-Allradler Duster und setzen auf klassische SUV-Attribute: bulliger Grill und Stoßfänger, Unterfahrschutz, ausgestellte Kotflügel, knappe Überhänge – zu gewohnt knapp kalkulierten Preisen. Um die 15.000 Euro soll der Kompakt-Kraxler kosten – eine deutliche Kampfansage an den Hauptkonkurrenten Skoda Yeti. Am Stand gegenüber kämpft übrigens ein weiterer Kompakt-Allradler um Aufmerksamkeit, der Mitsubishi ASX. Sein Pech: Er steht im alles überstrahlenden Schatten der grellblau ausgeleuchteten Dacia-Duster-Box.

Noch mehr Alltags-Helden des Genfer Autosalon 2010 gibt es oben in der Bildergalerie!

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