Genfer Autosalon 2010: Die neuen Öko-Autos

— 03.03.2010

Die Umweltautos kommen

Ran an die Stars der grünen Zunft: BMW 5er Hybrid, Citroën DS High Rider, Audi A1 e-tron, Mercedes F 800 Style, Toyota Auris Hybrid und Co drücken dem Genfer Autosalon 2010 den Umwelt-Stempel auf.
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Von Jochen Knecht  Welche Farbe hat die Zukunft? Blau, sagt Volkswagen. Bei Toyota tendiert man eher zu unbeflecktem Weiß. Mercedes setzt auf einen Elfenbein-Ton, Peugeot versucht sich an transparenten Werkstoffen und bei BMW tendiert man zu einem professionellen Graublau. Grün? Schnee von gestern. Die Zeiten, in denen sich die Messestände der Autobauer umweltfreundlicher präsentierten als ihre Produkte sind längst vorbei. Wer Grünes tut, muss nicht auch noch zwanghaft grüne Klamotten tragen. Auf dem Genfer Salon 2010 stehen Öko-Autos gleichberechtigt neben Bestsellern mit klassischen Antrieben. Ausnahmen bestätigen die Regel und sorgen gleichzeitig für Gesprächsstoff.
Die Alltagsautos des Genfer Autosalon 2010
Bestes Beispiel: Seat. Die spanische VW-Tochter ist mit den Ecomotive-Modellen von Ibiza, Altea und Alhambra in Sachen Spritsparen gut aufgestellt. Beim Thema alternative Antriebe mussten die Spanier aber bislang passen. Abhilfe soll der Seat Ibiza IBE schaffen – ein knackig-kompaktes Elektro-Coupé auf Basis des VW Scirocco. Mit einer Leistung von maximal 102 PS und dem Drehmoment von 200 Newtometer soll der IBE in nur 3,4 Sekunden Tempo 50, binnen 6,3 Sekunden Tempo 80 und nach 9,4 Sekunden 100 km/h erreichen. Höchstgeschwindigkeit: begrenzte 160 km/h. Sehr schick – aber auch sehr viel Technik von Überübermorgen.
Die Sportwagen des Genfer Autosalon 2010
Einen Schritt weiter ist man bei Konzernmutter Volkswagen, die sich am Vorabend des Genfer Autosalon 2010 nicht weniger als die elektrische Mobilisierung der automobilen Massen auf die Fahnen geschrieben hat. Der VW Touareg Hybrid ist der erste VW mit Elektro-Benziner-Doppelherz, der es zu den VW-Händlern schaffen wird. Das Hybrid-Team umfasst einen Kompressor-geladenen V6 TSI mit 333 PS, eine Achtstufenautomatik und einen E-Motor mit 47 PS. Damit kann der Touareg bis Tempo 50 rein elektrisch fahren. Null bis 100 schafft er in 6,5 Sekunden, die Spitze liegt bei 240 km/h, und als Verbrauch verspricht VW 8,2 Liter. Das Problem: Der Hybrid kostet happige 73.500 Euro. Autsch. Wer noch ein bisschen mehr Geld ausgeben will, bekommt die gleiche Technik übrigens auch im neuen Porsche Cayenne Hybrid.
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Der Audi A1 e-tron
Also doch mal schauen, was die Premium-Verwandtschaft macht? Kein Problem. Bei Audi kreiseln Audi A1 e-tron und Audi A8 hybrid im Rampenlicht. Beide offiziell noch Studien, wobei das hybride Spitzenmodell nicht mehr viel vom Serienstart trennt. Im A8 hybrid kombiniert Audi den 211 PS starken Zweiliter-TFSI mit einem 33-kW-Elektromotor, der seine Kraft aus Lithium-Ionen Akkus bezieht. Gemeinsam bringen sie es auf 245 PS. Neben dem A8 wird auch der künftige Audi Q5 Hybrid diesen Antrieb nutzen. Bleiben wir gleich in Bayern: Auch BMW zeigt in Genf, wie’s in Sachen Hybrid weitergeht. Der 5er ActiveHybrid ist alles, nur keine Studie mehr und wird vom 3,0-Liter-Sechszylinder-Twinturbo-Benziner mit 306 PS in Kombination mit einem 55 PS starken Elektromotor angetrieben. Wichtigster Unterschied zwischen BMW und Audi: die Münchner haben mit BMW 7er ActiveHybrid und BMW X6 ActiveHybrid bereits zwei Serien-Hybride am Start.
Überblick: Die Stars des Genfer Autosalon 2010
Ohhhh, wie süß: Der knubbelige Tata Nano als Elektro-Wägelchen. Leider noch lange nicht für Europa.
Ohhhh, wie süß: Der knubbelige Tata Nano als Elektro-Wägelchen. Leider noch lange nicht für Europa.
Ganz so weit ist man bei Citroën und Peugeot nicht. Die Franzosen haben allerdings bereits eine ziemlich klare Vorstellung davon, wie das Thema alternative Antriebe anzugehen ist. Wie es mittelfristig weitergehen wird, zeigt der Citroën DS High Rider. Der nimmt das Design des nächsten C4 vorweg und protzt mit einem Hybridkonzept, das einen Dieselmotor samt Partikelfilter für die Vorderachse mit einem Elektromotor an der Hinterachse verheiratet. Kurzfristig setzen aber auch die Franzosen auf die klassische Benziner-Elektro-Kombination. Zu bewundern ist dieser Hybrid-Antrieb in der Studie Peugeot SR1; ab 2011 soll er im Peugeot 3008 angeboten werden. Die Kombination eines vorn eingebauten 218 PS starken 1,6 Liter-Turbobenziners mit einem 95 PS starken E-Motor an der Hinterachse soll 313 PS leisten.
Der Mercedes F 800 Style auf dem Genfer Autosalon 2010
Cooler Peugeot-Roadster mit Doppelherz: Die Studie SR 1 zeigt die Hybrid-Technik des 3008 Hybrid (ab 2011).
Cooler Peugeot-Roadster mit Doppelherz: Die Studie SR 1 zeigt die Hybrid-Technik des 3008 Hybrid (ab 2011).
Souverän geht Mercedes das Thema alternative Antriebe an. S-Klasse Hybrid und ML Hybrid sind bereits zu haben. In Genf zeigen die Schwaben die Studie F 800 Style, die mit Hybrid-Antrieb oder als reines Elektroauto mit Brennstoffzelle umgesetzt werden kann. Und die Hybrid-Musterschüler von Toyota? Sie nutzen den Genfer Autosalon 2010 vor allem dazu, sich fürs Rückruf-Desaster zu entschuldigen. Ein feiner Zug. Dabei gibt es auch in Sachen Hybrid genug über Toyota zu erzählen. Lexus startet mit dem CT 200h in Kompakt-Segment. Dort trifft er ab August 2010 auf den Toyota Auris HSD, der mit dem gleichen Zwei-Motoren-Antrieb wie der Prius an den Start geht. Ob so viel Konzern-interne Nähe förderlich für die Verkaufszahlen ist, wird sich zeigen. Für umweltbewusste Käufer ist der Hybrid-Zuwachs sehr erfreulich.

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Tin,
06.03.2010 10:19Uhr
Ich frage mich echt warum in diesem Artikel all die selbsternannten Premiumhersteller aufgezählt haben die in Sachen Elektromobilität am wenigsten zu bieten haben.Opel
kann ich hier in keinster Weise finden .DerOpel Ampera fährt fast sechshunder Kilometer rein elektrisch nach Genf in die Messehallen und er findet hier keinerlei erwähnung.Das ist schon echt ein Armutszeugnis der von der AB.



Tin
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Walter P.,
05.03.2010 18:20Uhr
Liebe Leute, was sollen sie denn vorzeigen? Das ist doch nicht mehr als Hausaufgaben-Material für eine vage Richtung, die noch längst nicht spruchreif ist. Nicht einmal die Stromerzeugung ist auf dem Stand der Zeit, wie sollen es dann Fahrzeuge sein? Aber so rosig wird es dennoch nicht aussehen, auch wenn einmal in Zukunft elektrisch gefahren werden könnte. Wie das Amen in der Kirche folgen Steuern, die dann auf den Strom erhoben werden. Dann wird das Leben erst richtig teuer. Eintrag melden
Fritz the cat,
05.03.2010 16:07Uhr
Toll ! Alles nur Studien und Prototypen.
Die einzigen Sachen, die es zu kaufen gibt sind unbezahlbare, nichtnützige Protzmobile.
Da bleibt Ottonormalverbraucher mal wieder auf der Strecke.
Die Autoshow hätte mal sich eigentlich auch sparen können.
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Saturn,
05.03.2010 14:03Uhr
"Die Umweltautos kommen" ???
Wann bitte werden die kommen ?
Mindestens 50% der vorgestellten Autos erscheinen auch in dem anderem Artikel "Die Autos von übermorgen".
Es wird immer nur davon gesprochen "...sollen in xx Jahren kommen".
Diese Hinhaltetaktik kennen wir schon seit Jahren.
Ganz, ganz schwache Vorstellung der Hersteller bzgl. Technikinnovation.
Styling ist bei dem einen oder anderen ja ganz gut gelungen, aber darauf kommt es momentan nicht so sehr an.
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Nochmal,,
05.03.2010 10:22Uhr
Aerodynamik unter cw 0,19 und endlich ehrlicher Leichtbau um 555 kg, nur so geht "Umwelt" unter 1,9 Liter auf 100 km. Eintrag melden
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