Genfer Autosalon 2010: Die neuen Sportwagen — 02.03.2010
Muskelschau mit Öko-Doping
Alternative Antriebe sind was für Alltagsautos? Falsch! Porsche, Lotus, Citroën und Co. zeigen auf dem Genfer Autosalon 2010 mit rassigen Rennern, dass Sportlichkeit durchaus sauber sein kann.
Zum Frühstück auf dem Genfer Autosalon 2010 gibt es "Schwäbisches Dreierlei".
Porsche eröffnet den Reigen der Pressekonferenzen pünktlich um 8.15 Uhr mit der Präsentation seiner neuen Sportwagenflotte. Im Mittelpunkt stehen zwei potente Saubermänner: Das
Showcar 918 Spyder soll mit seinem Plug-in-Hybridantrieb unter drei Liter Sprit verbrauchen. Und trotzdem ist der Spyder bärig stark: Der Mittelmotor-Sportler wird von einem 3,4-Liter-V8 mit 500 PS befeuert, die von drei Elektromotoren unterstützt werden. Gleich daneben steht mit dem
911 GT3 R Hybrid ein weiterer Öko-Renner. Der Supersportler setzt auf einen riesigen Schwungradspeicher, der das Drehmoment in ungeahnte Höhen peitscht. In Kombination mit dem Vierliter-Boxer leistet der GT3 R Hybrid 642 PS. Seine erste ernste Bewährungschance erhält der Porsche-Saubermann bereits beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. Der dritte im Bunde ist der neue
911 Turbo S, der jedoch aus der Reihe tanzt, da er keinerlei Öko-Touch versprüht. Hier ist die reine, unbändige Boxer-Kraft Trumpf: Der 911 Turbo S hat mit 530 PS immerhin 30 Pferde mehr als der "normale" 911 Turbo.
Auch
Citroën hat die neue Öko-Sportlichkeit entdeckt und zeigt seine futuristische Studien-Flunder
Survolt. Der monströs anmutende Kompaktsportler setzt wie Porsches Showcar auf einen Plug-in-Hybriden. Chancen auf eine Serienfertigung hat die böse dreinblickende Studie eher nicht. Der
Citroën DS3 Racing gleich nebenan auf der Showbühne hingegen schon. Der 200 PS starke Kompaktsportler soll 2011 in einer Rallye-Version bei der Rallye-Weltmeisterschaft an den Start gehen und pilotiert von Sébastien Loeb die Weltmeisterschaft für Citroën einfahren. Das Serienmodell des
DS3 Racing schafft den Sprint von 0 auf 100 km/h in unter sieben Sekunden und soll über 230 km/h schnell sein.
Lotus goes hybrid: Der Evora 414 E Hybrid kann mit seinen zwei e-Aggregaten 50 Kilometer rein elektrisch fahren.
Auch in Großbritannien hat man realisiert, dass ein Hybridantrieb prima zu einem rassigen Sportwagen passt. Darum hat
Lotus seinem schicken
Evora zwei Elektormotoren eingepflanzt, die zusammen 414 PS auf die Piste knallen. Unterstützt werden die E-Aggregate von einem winzigen 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 47 PS. Die Fahrleistungen sind beeindruckend: In vier Sekunden soll bei dem britischen Leisetreter die 100-km/h-Schallmauer fallen. Und auch die Reichweite stimmt: Mit seinem Motorenmix soll der
Lotus Evora 414 E Hybrid immerhin 480 Kilometer weit kommen, bevor er an die heimische Steckdose oder die nächste Tanke muss. Rein elektrisch kann das Modell rund 50 Kilometer weit fahren. Bei
Bentley hat das hybride Denken noch nicht angefangen, stattdessen setzt die VW-Tochter auf Bioethanol-Betrieb bei seinen Supersportlern. Auf dem Genfer Autosalon 2010 stürmen die Briten mit dem Continental Supersports Cabrio die Messehalle. Sein Steckbrief: 630 PS, in 4,2 Sekunden auf Tempo 100, 325 km/h Spitze. Laut Bentley- und Bugatti-Vorstand Franz-Josef Paefgen sollen bis Mitte 2010 alle V12-Bentley Bioethanol vertragen.
Ohne Umwelt-Gene
Zum guten Schluss erlauben wir uns noch einen Blick auf Ur-Sportler ohne jegliche Umwelt-Gene. Die gibt es in Genf in Hülle und Fülle.
Toyota beispielsweise deutet mit der Studie FT-86 die neue
Celica an, Abarth verhilft dem
Fiat 500 C (140 PS) und dem
Punto Evo (165 PS) zu mehr Power. Kommen wir zur Königsklasse der Mega-Sportler: Wer könnte diese besser anführen als die schwedischen Autobauer von
Koenigsegg. Die lassen den brettflachen Agera von der Leine. Der soll dank seiner brachialen 923 PS aus einem 7,7-Liter-V8 rund 400 km/h schnell sein und in 8,9 Sekunden auf Tempo 200 rennen. Wahnsinn! Rund 20 Agera wollen die Schweden pro Jahr bauen. Im Spätsommer 2010 soll die Produktion beginnen. Preis: auf Anfrage. Natürlich ist auch Lambo-Chef Stefan Winkelmann wieder mit einem neuen Renner in die Schweiz gebraust: Der
Lamborghini Gallardo LP 570-4 Superleggera baut auf Leichtbau. Das wirkt sich positiv sowohl auf den Vortrieb (3,4 Sekunden von 0 auf 100) als auch auf den Spritverbrauch aus (20 Prozent weniger als der Normalo-Gallardo).
Lust auf noch mehr PS? Alle Sportler in Genf gibt es in der Bildergalerie!
Kommentare zum Artikel (23)
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Es interessiert mich nicht wenn einer mir sagt das ich den Motor abstellen soll, den auch fürs Benzin habe ich gezahlt. Wo liegt der Grund dafür das mir jemand sowas sagt? Die Schweiz produziert ja soooo viel mehr CO2 als andere Länder, das wir sogar unter den Top3 sind oder? Ihr seid alle geblendet von den Medien ihr Öko-F....
Fahrt was ihr wollt, hauptsache V8 und viiiiiel CO2.
@ Greenpeace: Abgase sind gut gegen Stadtgestank
Öko doping ...Autobild: THEMAverfehlt
Öko doping...Hersteller:Thema verfehlt
SETZEN ...SECHS...NICHT VERSETZT
ja also ich mus carl und paul zustimmen
meine 200 autos brauchen sehr viel weniger ls meien 20 jets das is einfch uncool
So, so, der Lamborghini Gallardo braucht jetzt 20 % weniger Benzin, also 32 Liter, statt 38? Das nenne ich doch mal einen Vorsprung durch Technik! So viele Ölscheichs gib es doch gar nicht, die dieses Auto kaufen könnten.
Ich stimme Carl da völlig zu. Ich fahre mittlerweile garnicht mehr mit Autos weil die einfach zu wenig verbrauchen! Ich bevorzuge Learjets. Ich habe mehrere. Einer kostet ca. 12 Mio. €. Ich finde das ist relativ günstig. Mir bleibt allerdings auch nichts anderes übrig, da ich sonst nicht zu meinen ganze Inseln bei den Seychellen komme.