Genfer Autosalon 2010: VW-Konzernabend

Genfer Autosalon 2010: VW-Konzernabend

— 01.03.2010

Mit Vollgas in den VW-Frühling

Wenn Volkswagen am Vorabend des Genfer Salons seine Konzernmarken um sich schart, gibt's viel zu gucken. 2010 am Start: Porsche 918 Spyder, VW Sharan II, Audi A1 und Seat IBE.

Da können die Damen und Herren am hell erleuchteten Eingang des Espace Sécheron in Genf noch so freundlich lächeln – Familienfeste sind anstrengend. Das gilt auch und gerade dann, wenn der Volkswagen-Konzern vorm ersten Pressetag des Genfer Autosalons seine Automobilmarken zum großen Enthüllungs-Event um sich versammelt. Viel zu viele Zaungäste recken sich die Hälse im viel zu kleinen ehemaligen Bahndepot nach viel zu vielen Weltpremieren. Der Stargast des Abends kam aus Japan: Osamu Suzuki, Chef des gleichnamigen Autobauers, an dem VW seit 2009 mit 20 Prozent beteiligt ist, stattete Ferdinand Piech und Martin Winterkorn seinen Antrittsbesuch ab.

Überblick: Die Stars des Genfer Autosalon 2010

Autos gab's auch? Klar. TV-Moderatorin Nazan Eckes winkte zum Start Skoda-Chef Reinhard Jung und den Skoda Fabia RS auf die Bühne. Sportlich verbreitert und mit neuem Gesicht, das künftig alle Fabia- und Roomster-Modelle zieren wird. 180 PS treiben das sportliche Duo an. Warum Duo? Weil es den tschechischen Knaller auch als Kombi gibt. Schneller Wechsel zum Audi A1, mit dem die Ingolstädter ihr Angebot fürs urbane (kinderlose) Jungvolk ausbauen. An der Seite von Audi-Chef Rupert Stadler kletterte Justin Timberlake aus dem knallroten Stadtflitzer und brachte Nazan Eckes so aus der Fassung, dass ihr prompt der Name des Audi-Chefs abhanden kam. Irgendwie verständlich.

Der Audi A1 auf dem Genfer Autosalon 2010

Nächster im Rampenlicht: Bentley-Boss Franz-Josef Paefgen, der im limonengelben (!) Bentley Supersports Cabrio vorfuhr, dem schnellsten viersitzigen Cabrio, das je gebaut wurde. 325 km/h schafft der dicke Engländer offen und geschlossen. Paefgen blieb gleich an Eckes' Seite, um den Bugatti 16C Galibier in der Halle zu begrüßen. Das 16-Zylinder-Monster ist zwar nicht neu, liefert aber auch als "Gebrauchtwagen" eine ganz große Show ab. Serienfertigung? Ganz sicher – auch wenn die offizielle Bestätigung noch aussteht. Nächster vorm Eckes-Mikrofon: Dr. Wolfgang Schreiber. Der neue Chef der VW-Nutzfahrzeug-Sparte hatte den VW Amarok im Gepäck, mit dem die Wolfsburger weltweit das Pick-up-Segment auf den Kopf stellen wollen.

News & Tests

Den glamourösesten Auftritt legte wie immer Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann hin. Der kommt traditionell am Steuer eines heiser brüllenden Lamborghini-Neuheit auf die Bühne – begleitet von der einen oder anderen gut gebauten Mitarbeiterin. Heißt 2010: Winkelmann in einem Lamborghini Gallardo LP 570-4 Supereggera, kombiniert mit einer dem Design entsprechend gekleideten italienischen Schönheit. 570 PS, dem Leichtbau verpflichtet (-70 Kilo), streng limitiert und bereits jetzt praktisch ausverkauft. So und nicht anders kennt man das von Lamborghini. Einen ganz und gar lautlosen Auftritt legte dagegen Seat-Chef James Muir mit dem Seat IBE hin – ein kompaktes Sportcoupé mit Scirocco-Genen und Elektro-Antrieb. 102 PS stark und in 9,4 Sekunden 100 km/h schnell. Ein Traum für Fans des Seat-Chefdesigners Luc Donckerwolke – auch wenn wir auf ein Serienmodell noch viele Jahre warten müssen.

Der Porsche 918 Spyder auf dem Genfer Autosalon 2010

Ein bisschen Elektroauto, ein bisschen VW Scirocco, ein bisschen Zukunft: der Seat Ibiza IBE fährt elektrisch.

Den Knaller des Abends lieferte Porsche ab. Erstmals beim VW-Konzernabend am Start, bollerten Porsche-Chef Michael Macht und Rallye-Legende Walther Röhrl im neuen Porsche 918 Spyder ins Rampenlicht, einer Supersportwagen-Studie, die den Nürburgring in weniger als 7,30 Minuten umkurven und dabei nur wenig mehr als drei Liter verbrauchen soll – der Hybridantrieb macht's möglich. Drei Elektromotoren greifen einem 500 PS starken V8 in Sachen Schub unter die Haube, in 3,2 Sekunden geht es auf 100 km/h. Und natürlich können die Akkus an der Steckdose aufgeladen werden. Sowas nennt man einen Einstieg nach Maß.

Der VW Sharan II auf dem Genfer Autosalon 2010

Für die Großfamilie: Die zweite Generation des VW Sharan kommt mit Schiebetüren und fünf bis sieben Sitzen.

Einen Ausstieg nach Maß legte VW-Entwicklungsvorstand Dr. Ulrich Hackenberg hin, als er aus dem neuen VW Sharan kletterte. Auf Wunsch gibt's den großen Familienvan mit bis zu sieben Sitzen, über 30 Staufächern sind genauso Serie, wie eine Start-Stopp-Automatik, die hinteren Schiebetüren und jede Menge Platz für Kind und Kegel. 29.000 Euro soll er mindestens kosten, der VW-Familientransporter. Viel Geld – und doch weniger, als für den 15 Jahre (!) alten Vorgänger fällig wurde. Zehn Marken und neun Weltpremieren in etwas über einer Stunde – ein wilder Ritt durchs wachsende VW-Universum, der auf dem Genfer Autosalon 2010 seinen Abschluss findet. Wir sehen uns morgen bei autobild.de!

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