Genfer Salon 2004, Teil 4

Genfer Salon 2004, Teil 4

— 07.03.2004

Muskelprotze und Herzensbrecher

Ganz viel Kraft und ganz viel Charme. Von beidem gibt es reichlich auf dem 74. Salon. Mal veredelt, mal vererbt.

"Wenn der Kunde es wnscht, dann machen wir es." Eine wunderbare Botschaft. Schade nur, dass sie etwas verschweigt: den Zusatz "das ntige Kleingeld vorausgesetzt."

Brabus-Kunden haben das in der Regel. Und folglich die Wahl: 445 PS im neuen Mercedes-Benz SLK? Liefert der 1977 gegrndete Tuninghersteller ab 29.050 Euro Aufpreis. Lieber eine E-Klasse mit V12 und 640 PS? Kein Problem, steht eine Reihe weiter. 298.000 Euro kostet der elektronisch bei 340 km/h eingebremste Viersitzer.

Seine 1026 Newtonmeter teilt er sich mit der Brabus-Variante der S-Klasse und des SL. 20 Newonmeter weniger wuchtet der 6,3-Liter des G V12 auf die Kurbelwelle. Das bringt ihm den Titel strkster Gelndewagen der Welt ein. Und macht ihn zum derzeit einzigen neu bestellbaren Zwlfzylinder in diesem Segment. Die Hchstgeschwindigkeit wird auch hier elektronisch abgebremst allerdings schon bei eher bescheidenen 230 km/h. Preis fr die G-Klasse der unbegrenzten Mglichkleiten: um 350.000 Euro, je nach Ausstattung.

Bei Fiat bekme man frs gleiche Geld die gesamte Produktpalette in drei verschiedenen Farben. Oder mit ganz viel Betteln vielleicht den Prototyp des Trepino. An Charme und Ausstrahlung ist der smarte Retro-500er kaum zu schlagen. Das Problem ist nur: Wieder einmal zgern die Italiener mit einem klaren "Si" in Sachen "Bau beschlossene Sache".

hnlich verhlt es sich immer noch mit dem Lancia Fulvia, dem Italo-Star der IAA 2003. Jedes neue Modell muss Profit bringen, heit die Vorgabe beim angeschlagenen Fiat-Konzern, notgedrungen. Besser wre: "Wenn der Kunde es wnscht..." Dann kommt der Erfolg von ganz allein.

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