Genfer Salon 2006, Teil 1

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Genfer Salon 2006, Teil 1

— 28.02.2006

Im Frühtau zu Berge

Breakfast News bei Audi, AMG-Attacke bei Mercedes, Stoffgeschosse bei Dodge. Die ersten Stunden des 76. Salons gehören den Vortänzern.

Das Spektakel hat begonnen. Erster Schaustehler des Tages war der allroad quattro. Audi hatte kurzfristig für 7.45 Uhr "Breakfast News" aufs Programm gesetzt und damit Smart-Boss Ulrich Walker die Rede versaut. "Mit dieser Konferenz steht Smart zum ersten Mal in der Pole Position der Pressekonferenzen einer Automobilmesse", steht in seinem Manuskript für die 8.00-Uhr-PK. Zu früh gefreut.

Smart glänzt in Genf mit mattlackierten Exponaten bekannter Modelle. Das Hybrid-Showcar crosstown (erstmals gezeigt auf der IAA 2005), das Abschiedsmodell des smart roadster ("collectors edition" auf Basis des Brabus Xclusive), den 210-PS-Brummer Brabus SBR auf forfour-Basis (als Studie 2005 in Essen gezeigt). Hinzu kommen drei Sondermodelle des fortwo: "nightrun" (ganz in Schwarz mit Brabus-Power), "edition red" (ebenfalls Brabus-befeuert, aber ganz in Rot mit gesteppten Ledernähten) und der bekannte "Grandstyle" (in zehn Wochen 6000mal verkauft).

"Smart forward!", lautet das Motto der Stunde bei der kriselnden Mercedes-Tochter. Die Ziele für 2005 (143.000 Auslieferungen an Kunden) seien erreicht worden, die Zahl der Händler signifikant gestiegen (plus 20 Prozent auf über 1100), der Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt (zum siebten Mal in Folge mehr Autos verkauft als im Vorjahr). "Crisis? What crisis?", möchte man sich frei nach Supertramp fragen.

Rekordzahlen verkündete kurz zuvor auch Audi-Chef Winterkorn. Das ist auf Messen durchaus üblich. Und im Falle von Audi unbestritten. Rund 830.000 verkaufte Autos in 2005, mit RS4 Avant, RS4 Cabrio und dem neuen allroad quattro sollen es 2006 noch mehr werden. Der hochgebockte Outdoor-Avant auf A6-Basis kommt im Mai dieses Jahres mit bärenstarken Direkteinspritzern. FSI mit 3,2- (255 PS) und 4,2-Liter-Maschinen (350 PS), TDI als 2.7 (180 PS) und 3.0 (233 PS).

Äußerlich schmückt sich die Q7-Alternative u.a. mit Alu-Zierleisten und 17-Zöllern. Optional gibt es eine Rückfahrkamera. Mit der kann man dann beobachten, ob zarte grüne Baby-Kakteen das Überfahrenwerden heil überstanden haben. Wie das mittels elektronisch gesteuerter Luftfederung zu bewerkstelligen ist, zeigt der neue allroad-Werbespot.

Mehr über die Blechstars und die frühen Showeinlagen des 76. Genfer Salons gibt es in der Bildergalerie – und in Teil zwei (und allen weiteren) der autobild.de-Genf-Serie. Wer es nicht abwarten kann: Einen Vorgeschmack auf den Neuheiten-Regen der ersten europäischen Automesse dieses Jahres gibt es hier.

Autor: Ralf Bielefeldt

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