Genfer Salon 2006, Teil 6

Genfer Salon 2006, Teil 6

— 03.03.2006

Die Trends in Genf

Showstars mssen nicht mehr glitzern der Trend geht zum matten Blechkleid. Schwarze Eleganz? Das war einmal, jetzt ist grelles Wei angesagt.

Klein und fein das traf auf den Genfer Salon frher mal zu. Und heute? Eine Show der Superlative auf mehr als 77.000 Quadratmetern Ausstellungsflche, mehr als 900 Marken waren vertreten. Keine leichte bung, hier einen eindeutigen Trend zu erkennen. Anhaltspunkte fr neue Auto-Mode und Technologien der Zukunft gibt es aber zur Genge.

Bestes Beispiel: die Fahrzeug-Farben auf den Messestnden, ein verllicher Indikator fr das zuknftige Straenbild. Schwarz? Nur Brabus setzt auf diesen Ton, die trendigen Italiener haben sich von dieser Strmung bereits verabschiedet. Alfa Romeo zeigte den neuen Spider ganz in Wei, und der deutsche Karosserie-Knstler Edag rollte gar eine Studie auf Beetle-Basis an den Lac Leman. Eierschalenwei, mit ebensolchen Stahlfelgen. Und zwar nicht auf Hochglanz poliert, sondern mit aufwendigem Reilack auf matt getrimmt.

Matte Farben scheinen in den nchsten Monaten ein Design-Thema zu werden. Anzeichen gab es in Genf mehr als genug. Seats neuer Designchef Luc Donckerwolke verpate dem Showcar Ibiza Vaillante eine blaue Lackierung, selbstverstndlich matt. Bei Seat schwingt Donckerwolke erst seit September 2005 den Zeichenstift, zuvor war er fr das Design bei Lamborghini verantwortlich. Die italienischen Sportwagenbauer berraschten mit einer weien Flotte auf der IAA in Frankfurt, der neue Murcilago LP 640 rollte auf schwarzen Felgen in schlammgrau auf die Genfer Bhne. Ein Schelm, wer dabei an den ersten Audi TT vor acht Jahren denkt ...

Vollgas war eines der strksten Themen in Genf, ganz vorne stand Mercedes-Benz mit seinen AMG-Ablegern. 612 PS leisten die jngsten Leistungstrger der SL- und S-Klasse auf die Pferdestrke gleich krftig wie der Porsche Carrera GT und nur 14 PS schwcher als der sndhaft teure SLR. Aus dem Hause Ferrari erwartet man keine Schwcheanflle, der neue 599 GTB mit V12 und 620 PS erfllt die Wnsche der Fans er ist der bislang strkste Zwlfzylinder-Ferrari. 330 km/h Hchstgeschwindigkeit, von null bis 100 in 3,9 Sekunden sowie ein Design, wie es einfach nur Italiener schaffen knnen.

Eher traditionell hat Porsche das Blechkleid des 911 Turbo geschnitten und trifft damit den Nerv seiner Fans. Der Klassiker leistet aktuell 480 PS, also 60 PS mehr als der nicht gerade schwchliche Vorgnger im Heck hatte. Leistung ohne Ende? Sieht so aus, zumindest wenn die Trends von Genf anhalten.

Alle Genf-Neuheiten im berblick lesen Sie in den Teilen 1 bis fnf unserer Serie.

Autor: Nikolaus Eickmann

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen gnstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung