Genfer Salon 2009, Teil 1

DIe Autos der Vernunft in Genf 2009 DIe Autos der Vernunft in Genf 2009

Genfer Salon 2009, Teil 1

— 03.03.2009

Sieg der Vernunft

Der Weg zum umweltfreundlichen Auto ist bunt. Hybride, Spritspar-Modelle, Ethanol-Verbrenner und Elektro-Flitzer – alles da. Und inzwischen sogar bezahlbar. Und zeitnah zu haben.

Ohne "grüne Ecke" traut sich inzwischen kein Hersteller mehr auf eine Automesse. Vom belächelten Angebot für Sonderlinge haben sich die Modelle mit Umweltplakette allerdings längst zu wichtigen Imageträgern entwickelt. Bestes Beispiel: Volkswagen. Kaum hatte Pop-Star Pink abends den neuen Polo besungen, rollte morgens auch schon die Studie der Bluemotion-Version (87 g/km CO2) auf dem Stand. Dort steht sie direkt neben vier weiteren Spritspar-Weltpremieren: Golf Bluemotion (99 g/km CO2), Golf Plus Bluemotion (114 g/km CO2), Passat CC BlueTDI (139 g/km CO2) und Touran TSI EcoFuel (129 g/km CO2) werben mit attraktiven Verbrauchs- und Emissionswerten. Wichtig für Käufer: Die blaue Flotte steht, abgesehen vom Polo, kurz nach der Messe auch bei den VW-Händlern. PS-Rekorde und dicke Motoren? Fehlanzeige. Ob VW damit der gammelnden Konjunktur entkommen kann, bleibt abzuwarten. Verkehrt sind die Wolfsburger aber bestimmt nicht aufgestellt.

Auf einen Blick: Die Stars des Genfer Autosalon 2010

Das gilt auch für VW-Tochter Seat. Gleich drei Ecomotive-Modelle stehen auf dem 79. Genfer Salon auf einem grün beleuchteten Sockel. Star des Öko-Trios: der Seat Leon Ecomotive Concept. Unter dessen Haube nagelt ein neuer 1,6-Liter-TDI (105 PS), der den CO2-Ausstoß auf 99 Gramm pro Kilometer drückt. Zahlen, die der Opel Ampera locker toppt. Der flott gezeichnete Stromer hustet kein einziges Gramm des Klimakillers in die Luft, wenn der Saft aus den Akkus kommt. Für 60 Kilometer reicht die Kraft, erst dann sorgt ein kleiner Verbrennungsmotor für Energie-Nachschub. Einziger Haken der cleveren Idee: Der Ampera wird erst 2011 zu kaufen sein. Wie viele Ecomotive- und Bluemotion-Modelle Seat und Volkswagen bis dahin verkauft haben werden, kann sich jeder gerne selbst ausrechnen.

Video und Bildergalerie: So lief der Premierenabend bei VW

Das gilt auch für die ganzen Elektro-Ideen, die überall auf dem Genfer Salon die Zukunft des elektrischen Stroms propagieren. Mitsubishis sportlicher Elektro-Elefantenrollschuh iMiEV Sport Air zum Beispiel, der zwar 180 km/h schnell ist und dem Antrieb des Serien-iMiEV vorgreift – aber eben noch nicht bei den Händlern steht. Die Betonung liegt allerdings auf "noch nicht". Einen Schritt weiter ist man, wie immer, bei Toyota, Honda und Lexus. Der neue Insight macht den Hybrid-Antrieb bezahlbar (Startpreis 19.550 Euro), die nächste Generation des Toyota Prius glänzt mit mehr Kraft und geringerem Verbrauch, und der neue Lexus RX 450h ist und bleibt der einzige Hybrid-Allradler in Europa. Den Vorsprung der Asiaten hat VW-Chef Martin Winterkorn zwischenzeitlich übrigens zur Tugend erklärt. Man wolle, so der oberste Golf-Fahrer am Vorabend der Messe, seinen Kunden nicht die erste Spritsparlösung anbieten, sondern die Beste. So kann man das auch sehen.

Hier geht's zum zweiten Teil des Rundgangs über den Genfer Salon!

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