Genfer Salon 2004, Teil 1

Genfer Salon, Teil 1

— 02.03.2004

Die Stunde der Wahrheit

Pressetag eins in Genf ist gelaufen. Ein Tag der Enthllungen und der schmerzenden Fe.

Kitsch kann so schn sein: Blauer Himmel, schneebedeckte Berge, wrmender Sonnenschein, zumindest da, wo es windgeschtzt ist. Hinter der Treppe beim Aquada zum Beispiel.

Das Amphibienfahrzeug mit MX-5-Antlitz steht direkt gegenber vom Haupteingang der Messehallen. Eigentlich ein guter Platz. Taxis kreuzen ums Portal, ununterbrochen, seit morgens um sieben. Auch da galt schon: Glcklich, wer eins ergattert. Erst, um einigermaen pnktlich hier zu sein. Und jetzt, um im Fond die Fe ausdampfen zu lassen. Denn drinnen ist vom Postkartenaroma vor der Tr nichts zu schmecken.

Frher Nachmittag in Genf, erster Pressetag, die meisten Schlachten sind geschlagen. Citron hat den Anfang gemacht gleich um acht Uhr morgens, Weltpremiere des Xsara-Nachfolgers C4, noch als Concept Car gewandet, aber schon C4 genannt. Rolls-Royce legte nach, prsentierte die Cabrio-Studie 100EX. BMW zeigte kurz darauf den 5er Touring, Peugeot den 407, Mini das Cabrio, Chrysler den Crossfire SRT-6, Jaguar den gelifteten XK, Renault die Roadster-Studie Wind und den Modus ...

Anders als die angereisten Journalisten aus aller Welt zeigt das Gros der Messemitarbeiter wenig Euphorie fr die Boten des Autofrhlings. (Un)bewegliche Masse, die stndig geputzt werden will. "Auf einer Scheibe war sogar ne Nase", seufzt Olga. Die blonde Russin gehrt zum Service-Team von Toyota. 13 bis 16 Stunden war sie jeden der vergangenen drei Tage hier. Heute wird es wieder spt. So ist das halt, bei den Stars von Genf.

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