Kia Ex-Cee´d

Gerüchte über Karmann-Großauftrag

— 28.11.2007

Rettung aus Korea?

Rettet Kia den Karosseriebauer Karmann? Gespräche haben beide Firmen bestätigt, eine Entscheidung gab's noch nicht. Die Belegschaft in Osnabrück und Rheine hofft wieder.

(dpa) Der angeschlagene Autobauer Karmann kann nach Ansicht des Betriebsrats auf einen Großauftrag hoffen. Die Belegschaftsvertretung hat die Mitarbeiter des Osnabrücker Werkes am Dienstag (27. November) per Aushang informiert, dass Karmann möglicherweise einen Auftrag für die Produktion eines Komplettfahrzeugs bekommt. Die Entscheidung des Auftraggebers werde wahrscheinlich in der nächsten Woche erfolgen, heißt es in dem am Mittwoch bekanntgewordenen Schreiben. Der Auftrag könne die Beschäftigung im Osnabrücker Werk für mehr als fünf Jahre sichern. Die erste Welle des Personalabbaus werde aus Sicht der Unternehmensleitung dennoch notwendig sein, hieß es weiter. Im Falle des Auftrags soll die Ausstattung des Sozialplans auf dem Niveau der vorigen Sozialpläne gehalten werden. Der Betriebsrat schätzt die Chance, den Zuschlag zu bekommen, als "durchaus realistisch" ein. Er habe daher auch eine für Donnerstag geplante Betriebsversammlung abgesagt, um die Verhandlungen nicht zu belasten. Karmann-Sprecher Christian Eick wollte lediglich bestätigen, dass es in den vergangenen Monaten Gespräche mit mehreren Automobilherstellern gab. "Das ist auch unser Job", sagte er. Zu Einzelheiten oder näheren Informationen wollten sich am Mittwoch weder Unternehmen noch Betriebsrat äußern. "Das würde sonst die Gespräche belasten", sagte Eick. Sollte es konkrete Ergebnisse geben, werde die Öffentlichkeit informiert.

Kia hält sich noch bedeckt

Gespräche zum Bau eines neuen Cabriolets des koreanischen Herstellers Kia hätten noch nicht zu Entscheidungen geführt, sagte eine Kia-Sprecherin. Kia und Karmann hatten im Zuge der IAA im September 2007 gemeinsame Cabriolet-Pläne geäußert. Karmann hatte gemeinsam mit VW ein weiteres Projekt für ein Kleinwagen-Cabriolet auf Polo-Basis vorgestellt. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat ein angespanntes Verhältnis zu Karmann eingeräumt. "Die Atmosphäre ist nicht toll", sagte Wiedeking am Mittwoch auf der Bilanz-Pressekonferenz des Sportwagenbauers in Stuttgart. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hatte Porsche und Karmann Anfang des Monats in einem Zeitungsinterview aufgefordert, "atmosphärische Störungen" zu beseitigen. Anfang Oktober hatte der Autobauer angekündigt, mangels Aufträgen 1770 seiner 5000 Stellen an den Standorten Osnabrück (Niedersachsen) und Rheine (Nordrhein-Westfalen) streichen zu wollen. Sollte die Auftragsflaute 2008 anhalten, sind nach früheren Angaben der Firma weitere 800 Arbeitsplätze gefährdet.

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