Vier Veredler haben sich gehörig ins Zeug gelegt. Fast alle dürften unseren Lesern unbekannt sein. Domanig hat sich der Marke Mercedes-Benz verschrieben – mit Haut und Haaren. Bekannt ist er für seine spektakulären Räder: immer groß, immer breit, immer teuer. Zudem verfügt Wolfgang Domanig über magische Hände. Mit denen vollführt er keine Zaubertricks, sondern streichelt Metall. In mühsamer Feinarbeit verbreitert er Kotflügel. Nach alter Väter Sitte in Metall – ohne Falz und doppelten Boden, ohne zu kleben oder zu spachteln. Der SLS ist momentan noch serienschmal. Ans Blech geht der Veredler erst im Winter: "Da habe ich die Muße, eine extrabreite Variante des SLS zu bauen", erklärt Wolfgang Domanig.

Überblick: Alle News und Tests zum Mercedes SLS

Domanig SLS AMG
Dem Boden so nah: Die SLS-Schnauze hängt nur wenige Zentimeter über dem Asphalt.
Bild: L. Barthelmeß
Holger Mohr, Chef von Imsa, trat 2000 erstmals mit einer Deutschland-Vertretung für den dänischen Mercedes-Tuner Kleemann in Erscheinung. Dieses Kapitel ist abgeschlossen, seit fünf Jahren tunt er Lamborghini. Und hat sich mit dem Label Imsa – Individual Mobile Style & Art – einen Namen gemacht. Hinter Viperteam steckt Helmut Höllerich. Der Franke gilt deutschlandweit als erste Adresse für Viper-Tuning und -Handel. Seit 1995 schwört er auf die amerikanische Sportwagenikone. Königseder nimmt mit einem GTR an unserer Ausfahrt in die bayerischen Alpen teil. Das Auto hat ein Kunde mitgebracht, der wie der Tuner aus Österreich stammt.

Überblick: Alle News und Test zum Lamborghini Gallardo

Viperteam SRT 10 BCR
Die Big-Block-Bestie von Viperteamfährt sich Viel einfacher als gedacht.
Bild: Lena Barthlemeß
Königseder fungiert als Spoiler-Experte für Autos aller Art – von Smart bis Carrera GT. Ronnie Ullram heißt der Besitzer des Nissan. Der Fitnessstudio-Betreiber schwört auf sein Fahrzeug: "Eigentlich habe ich immer von einem Porsche geträumt. Aber der Nissan bietet eine bessere Performance für weniger Geld." Die Leistungssteigerung für den Japaner stammt vom Power-Experten Importracing. Der haucht neben dem GT-R vor allem dem Mitsubishi Lancer Evo mehr Leistung ein. Für den Nissan bietet der PS-Profi verschiedene Leistungsstufen an: 590 PS hat das Königseder-Auto zu bieten.
Das Viperteam überbietet all diese Werte locker: 665 PS leistet die vormals 612 PS starke Dodge Viper nach der Kraftkur. Dafür verantwortlich sind neben einer Anpassung der Elektronik vor allem die Sportauspuffanlage mit Klappensteuerung samt entsprechenden Kats und ein Fächerkrümmer. Die einzigen Bestandteile des Performance- Pakets, die mit den TÜV Bestimmungen nicht konform gehen, stellen die offenen Luftfilter dar. IMSA riskiert einen Frontalangriff auf die ab Werk alles andere als unschnittige Lambo-Linie. Sein aus Karbon bestehendes Widebody-Kit baut auf dem LP 560-4 auf. Und lässt das aktuelle Topmodell ab Werk – den Superleggera – recht schmächtig aussehen. Zudem kommen eine Leistungssteigerung von 560 auf 590 PS und ein einstellbares Fahrwerk zum Einsatz. Wie sich die einzelnen Kandidaten in den Alpen geschlagen haben, erfahren Sie oben in der Bildergalerie!

Fazit

von Ben Arnold
Vier Sportler, vier Charaktere. Der Lambo ist sexy, der Nissan sauschnell. Dem SLS gelingt es, Perfektion mit animalischer Anziehungskraft zu verbinden. Müsste ich mich entscheiden, würde ich dennoch die Viper nehmen. Dinosaurier muss man einfach mögen.