Gewässerqualität in der EU

Gewässerqualität in der EU

— 03.06.2005

Trübes Naß im Osten

Die neuen Beitrittsländer verschlechtern die Wasserqualität in der EU. Deutschland kann dagegen kein Wässerchen trüben.

Nur 92,3 Prozent der Binnengewässer in der EU eignen sich zum Baden. Das führt die EU-Kommission in ihrem Jahresbericht zur Gewässerqualität 2005 auf die generell schlechteren Bedingungen in den neuen Beitrittsländern in Osteuropa zurück.

So erfüllen in der Slowakischen Republik nur 22 Prozent der Seen und Flüsse die Mindestkriterien, an 17,9 Prozent der geprüften Gewässer ist das Baden generell verboten. In Litauen wurden 11,3 Prozent, in Tschechien 7,4 Prozent der Badestellen im Binnenland gesperrt.

Doch auch an westlichen Seen und Flüssen wird gewarnt: Italien hat fast ein Drittel (31,4 Prozent) seiner Süßwasser-Ressourcen als Gesundheitsgefahr gekennzeichnet, Belgien immerhin 8,3 Prozent. In Deutschland ist die Gewässerqualität unverändert hoch: Im vergangenen Jahr erfüllten bei uns 98,7 Prozent aller Badegebiete an den Küsten und 95,1 Prozent der Binnengewässer die Vorgaben. 2003 waren es 97,5 bzw. 95,4 Prozent.

Der Anteil der deutschen Badegebiete, die auch die höheren "freiwilligen Grenzwerte" der EU erfüllten, hat sich merklich erhöht: Bei den Küstenbädern von 82,7 auf 91,3 Prozent, bei den Binnengewässern von 80,4 auf 83 Prozent. Spitze beim Meerwasser ist Griechenland – nahezu sämtliche Strände an hellenischen Küsten sind zum Baden geeignet. Am schlechtesten ist die maritime Situation in Italien, wo lediglich 94 Prozent der Strände die blaue Flagge erhielten.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.