Gewinne der Autohersteller

Gewinne der Hersteller beim Autoverkauf Gewinne der Hersteller beim Autoverkauf

Gewinne der Autohersteller

— 22.07.2010

BMW und Daimler zahlen drauf

Welcher Konzern verdient am meisten an einem verkauften Auto? Das Ergebnis einer neuen Studie ist überraschend. Zwei deutsche Premiumhersteller zahlen bei jedem Fahrzeug drauf.

Wer hätte das gedacht? Hyundai war 2009 der profitabelste Autobauer der Welt – wenn man sich den Gewinn pro verkauftem Fahrzeug anschaut. Genau das tat das Center of Automotive, ein Institut an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach, im Rahmen einer großangelegten Studie. Dabei setzte es den Gewinn (EBIT) zum gesamten Absatz in Relation. Demnach sackten die Koreaner von Hyundai im vergangenen Jahr bei jedem Autoverkauf mehr als 700 Euro ein. Überhaupt liegen in dieser Rangliste die Asiaten ganz vorn. Auf den Plätzen hinter Hyundai folgen Nissan mit mehr als 500 Euro Gewinn sowie Honda, Subaru und Suzuki, die mit 300 Euro Ertrag ebenfalls weit über dem Durchschnitt liegen. Dieser sank nach 980 Euro im Geschäftsjahr 2007 auf nunmehr magere drei Euro im Schnitt.

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Die deutschen Hersteller haben es laut FHDW-Studie schwer. Während VW mit 200 Euro Gewinn noch im vorderen Mittelfeld landete, musste BMW dem harten Wettbewerb Tribut zollen und bei jedem abgesetztem Pkw rund 190 Euro draufzahlen. Gar doppelt so hoch ist der Verlust bei Daimler mit 390 Euro. Mit 1663 Euro pro verkauften Pkw verdienten die Schwaben noch in 2008 mehr als alle anderen globalen Konzerne (Ausnahme: Porsche). Ein Grund für die Misere: Die Abwrackprämie begünstigte in vielen Ländern die Massenhersteller. Und: Innovationen lockten immer seltener die großen Scheine aus den Geldbörsen der Kunden, so die Studie. Sie seien meist schnell auch in Volumenmodellen erhältlich.

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Insgesamt kürte die Studie Toyota wieder zum leistungsstärksten Automobilkonzern vor Volkswagen. Und das trotz Imageschadens nach Massenrückrufen. Hyundai zählt auf Rang drei auch hier zu den Gewinnern und bestätigt seinen Aufwärtstrend. Neben Toyota gehen mit Nissan und Honda zwei weitere japanische Hersteller nach herben Einbrüchen gestärkt aus der Krise hervor. Auch die arg gebeutelten Amerikaner GM und Ford stünden vor einem Neuanfang, so das FHDW-Institut. Die Studie "Automotive Performance 2010" untersuchte die Leistungskraft der 18 globalen Hersteller im Geschäftsjahr 2009/2010 in Bereichen wie Marktauftritt, Innovation oder Profitabilität.

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