Neuwagen stehen auf Halde.

Globaler Automarkt Oktober 2009

— 16.11.2009

Neuwagenverkauf im Plus

Weltweit haben die Neuwagenverkäufe im Oktober zugenommen, berichtet der Verband der Automobilhersteller (VDA). Sogar in den USA stabilisierte sich der Automarkt. Nur Europa ist weiterhin von Abwrackprämien abhängig.

Frühling im Herbst: Auf den großen Automärkten der Welt sind die Absatzzahlen im Oktober 2009 leicht gewachsen. Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) bleibt vorsichtig und spricht von einer "Stabilisierung". Anlass zur Erleichterung geben insbesondere die Märkte von Brasilien, China, und Indien; sogar in den USA stieg der Neuwagenverkauf im Verhältnis zum Oktober 2008 leicht an. Einzig Europa bietet ein schwaches Bild: Während große Märkte wie Deutschland, England oder Frankreich nur dank der so genannten "incentives" vor dem Absturz bewahrt werden können, befindet sich Osteuropa nach wie vor auf Talfahrt. Nur Tschechien meldete ein leichtes Wachstum von neun Prozent, insgesamt lag der Pkw-Absatz in den neuen EU-Ländern mit 62.400 Fahrzeugen um 37 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In den alten EU-Ländern ist der Absatz um 16 Prozent angewachsen. Die besten Märkte waren Deutschland (plus 24 Prozent), Großbritannien (plus 32 Prozent), Frankreich (plus 20 Prozent), Spanien (plus 26 Prozent) und Italien (plus 16 Prozent). In Russland bleibt der Markt extrem schwach, die Verkaufszahlen lagen im Oktober 52 Prozent unter denen von demselben Monat des Vorjahres.

In Brasilien, Indien, China stimmen die Zahlen

Auf anderen Kontinenten dagegen stimmen die Zahlen leicht optimistisch: In Brasilien "brummt", so O-Ton VDA, der Verkauf weiterhin, die Verkaufszahlen von Light Vehicle sprangen im Oktober um rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr nach oben. Seit Jahresbeginn ist der Markt um sieben Prozent gewachsen. Auch in China und Indien entwickelt sich das Marktgeschehen sehr dynamisch: Indien registrierte im Oktober um gut ein Drittel höhere Zulassungszahlen, der Absatz seit Jahresbeginn erhöhte sich auf dem Gesamtmarkt um mehr als elf Prozent. Der chinesische Markt wächst noch schneller und verzeichnete im vorangegangenen Monat eine Absatzsteigerung von mehr als zwei Dritteln (+67 Prozent). Die Verkäufe von Pkw haben in China damit seit Beginn des Jahres um traumhafte 39 Prozent zugelegt.

US-Markt weiterhin schwierig

Nicht ganz so rosig sieht die Situation in den USA aus; hier sorgten die Nachwirkungen der kurzen, aber heftigen Abwrack-Orgie ("Cash for Clunkers") für eine Stabilisierung der Neuwagen-Verkaufszahlen. Mit insgesamt rund 835.900 Fahrzeugen lag der Absatz leicht über dem Vorjahresmonat. Saisonbereinigt betrug der Zuwachs sogar 15 Prozent. Allerdings wurden seit Anfang 2009 mehr als 25 Prozent weniger Pkw auf dem US-Markt verkauft als in den ersten zehn Monaten des Jahres 2008.
Neuzulassungen Personenkraftwagen (Pkw)
Oktober 2009 Januar-Oktober 2009
Anzahl Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent Anzahl Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent
Europa 1.263.300 11 Prozent 12.206.500 - 5 Prozent
Westeuropa ** 1.200.000 16 Prozent 11.510.100 - 3 Prozent
Neue EU-Länder ** 62.400 - 37 Prozent 696.400 - 30 Prozent
Russland 116.700 - 52 Prozent 1.232.500 - 51 Prozent
USA * 835.900 Null 8.631.200 - 25 Prozent
Japan 339.600 8 3.233.500 - 12 Prozent
Brasilien * 281.300 25 2.492.500 7 Prozent
Indien 168.000 33 1.499.400 11 Prozent
China 771.300 67 6.591.800 39 Prozent
* = Total Light Vehicles
** = Werte teilweise geschätzt

Autor: Roland Wildberg

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