GM-Chef Henderson tritt zurück

GM-Chef Henderson tritt zurück

— 01.12.2009

Fritz Henderson tritt ab

General Motors-Chef Fritz Henderson ist überraschend zurückgetreten. "Es müssen Veränderungen her", sagte Verwaltungsratschef Ed Whitacre in Detroit. Whitacre übernimmt zunächst den Posten.

(dpa/mv) Nach nicht einmal einem Jahr tritt Frederick "Fritz" Henderson als Chef des krisengeschüttelten US-Autobauers General Motors (GM) zurück. "Es müssen Veränderungen her", sagte Verwaltungsratschef Ed Whitacre in Detroit. Zu den genauen Gründen des überraschenden Abgangs wollte er sich nicht äußern. Whitacre selbst übernimmt für eine Übergangszeit die Führung des gerade aus der Insolvenz gekommenen Unternehmens. Wie unvermittelt die Nachricht von Hendersons Rückzug kam, zeigte die Berichterstattung im Vorfeld der Los Angeles Auto Show 2009: Noch am 1. Dezember hatten die Organisatoren der LA Auto Show angekündigt, "der Präsident und CEO von General Motors, Frederick (Fritz) Henderson" werde als "Hauptredner bei der Eröffnung der Pressetage" einen Ausblick geben, "was er für die Automobilbranche und General Motors im kommenden Jahr erwartet".

Neuer GM-Chef gesucht

Übernimmt vorerst die Geschäfte: GM-Verwaltungsratschef Ed Whitacre.

In einer offiziellen Stellungnahme auf der Internetseite media.gm.com würdigt Ed Whitacre die "bemerkenswerte Leistung" Fritz Hendersons, der den Konzern "durch eine schwere Zeit voller Herausforderungen und Veränderungen" geführt habe. Die Suche nach einem Nachfolger Fritz Hendersons werde sofort aufgenommen. Vorübergehend werde er, Ed Whitacre, die Funktion des Konzernchefs übernehmen.

Das Debakel mit der Tochter Opel

Im März 2009 löste der frühere GM-Europa-Chef Fritz Henderson Rick Wagoner als General Motors-Chef ab. Rick Wagoner machte mit seinem Rücktritt von den Ämtern als Aufsichtsrats- und Vorstandschef den Weg frei für die Milliardenhilfen der US-Regierung. Fritz Henderson sollte den schwer angeschlagenen General Motors-Konzern in seiner Amtszeit aus der Krise manövrieren, allerdings wuchs dabei das Debakel um Opel zum handfesten Skandal: Zuerst sollte die deutsche GM-Tochter verkauft werden, dann wiederum erklärte Fritz Henderson, dass General Motors Opel doch behalten wolle.

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