Cadillac XTS

GM: Erneuter Massenrückruf

— 18.03.2014

1,6 Millionen Autos schadhaft

GM kommt nicht zur Ruhe: Jetzt muss die Opel-Mutter erneut 1,6 Millionen Autos zurückrufen. An diversen Fahrzeugen gibt es verschiedene Mängel.

(dpa/sb) General Motors will kein Risiko mehr eingehen. Nachdem der Hersteller im Verdacht steht, einen Rückruf verschleppt zu haben und damit für Unfalltote verantwortlich zu sein, beordert Firmenchefin Mary Barra weitere Modelle in die Werkstätten. Die Detroiter starteten nun drei neue Rückrufe. Bei 1,18 Millionen Geländewagen können die Airbags und Gurtstraffer ausfallen. Betroffen sind die Modelle Buick Enclave und GMC Acadia der Modelljahre 2008 bis 2013, Chevrolet Traverse der Modelljahre 2009 bis 2013 Saturn Outlook der Modelljahre 2008 bis 2010. Bei 303.000 Transportern (Chevrolet Express und GMC Savana der Modelljahre 2009 bis 2014) gibt es Materialprobleme am Armaturenbrett. Und bei 63.900 Cadillac XTS der Modelljahre 2013 und 2014 kann ein Kurzschluss im Motorraum zu einem Feuer führen. Opel-Fahrzeuge seien von den neuerlichen Rückrufen nicht betroffen, erklärte ein GM-Sprecher.
Massenrückruf: GM steht am Pranger

"Ich habe unser Team angewiesen, die Bemühungen bei unseren laufenden Produktüberprüfungen zu verstärken", erklärte Barra in Detroit. Sie versprach rasche Lösungen. GM steht außerdem im Verdacht, einen Rückruf wegen defekter Zündschlösser ein Jahrzehnt lang verschleppt zu haben. Bei mehr als 1,6 Millionen Wagen weltweit droht der Zündschlüssel während der Fahrt in die "Aus"-Position zurückzuspringen. Das schaltet in der Regel nicht nur den Motor ab, sondern auch Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags. Der Autobauer selbst bringt zwölf Unfalltote mit dem Defekt in Verbindung, Verbraucherschützer kommen auf weit höhere Zahlen.
Probleme mit dem Zündschloss: Rückruf Opel GT

Auch 1200 Opel GT sind betroffen

Während die problematischen Zündschlösser ausschließlich in alten Modellen zum Rückruf mehrerer Modelle aus den Jahren 2003 bis 2007 führte, müssen nun Wagen aus den Jahren 2008 bis 2014 in die Werkstatt. Für aktuelle Modelle gilt ein Verkaufsstopp, bis die Mängel behoben sind. GM schätzt, dass alle Rückrufe zusammengenommen das Unternehmen in diesem Quartal 300 Millionen Dollar (215 Millionen Euro) kosten werden. Die seit Jahresbeginn an der GM-Spitze stehende Barra hat sich die Qualitätssicherung auf die Fahnen geschrieben. "Darum dreht es sich bei der heutigen GM", betonte sie. Barra versprach Aufklärung darüber, warum der Rückruf bei den Zündschlössern so lange dauerte. "Wir schauen uns die internen Prozesse an und werden demnächst weitere Entwicklungen verkünden", sagte sie. Der Rückruf bei den Zündschlössern ist längt zu einer Gefahr für das Image des Herstellers geworden, vor allem im Heimatmarkt. In den vergangenen Wochen gab es zunehmend Kritik von Verbraucherschützern und Politikern am Verhalten des Unternehmens. Mittlerweile schaut sich auch die Justiz den Fall an.

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