GM-Chefin Mary Barra

GM: Gehalt von Chefin Mary Barra

— 12.02.2014

Millionen für die Autofrau

In vielen Jobs werden Frauen schlechter bezahlt als Männer, die das Gleiche tun. An der Spitze von General Motors ist das anders: Die neue Chefin Mary Barra bekommt 60 Prozent mehr Gehalt als ihr männlicher Vorgänger.

(dpa/brü) Die seit Januar amtierende General-Motors-Chefin Mary Barra wird besser entlohnt als ihr Vorgänger. Die GM-Ingenieurin kann in diesem Jahr mit 14,4 Millionen Dollar (umgerechnet 10,6 Mio Euro) rechnen, teilte der Opel-Mutterkonzern in Detroit mit. Vorgänger Dan Akerson hatte in den Vorjahren jeweils gut neun Millionen Dollar verdient."Marys Gesamtgehalt ist auf Augenhöhe mit vergleichbaren Managern", sagte der Verwaltungsratsvorsitzende Tim Solso. Er trat damit dem Eindruck entgegen, die erste Frau an der Spitze eines Autokonzerns bekomme deutlich weniger Geld als ihr männlicher Vorgänger. GM hatte zunächst nur Teile des Gehaltspakets veröffentlicht, was zu dieser Fehleinschätzung mancher Medien führte.

Chevrolet-Modelle in Europa und Opel-Konkurrenten

Barra bekommt ein Grundgehalt von 1,6 Millionen Dollar sowie sofort fällige Boni über 2,8 Millionen Dollar. Hinzu kommen GM-Aktien im Wert von 10 Millionen Dollar, die zeitlich verzögert ausgegeben werden. "Am Ende wird das Abschneiden des Unternehmens darüber entscheiden, wie viel sie bekommt", sagte Solso.
Rückblick: Mary Barra bei Opel in Rüsselsheim

Der früher branchenfremde Vorgänger Akerson hatte 2010 das Ruder bei General Motors übernommen und damit ein Jahr nach der staatlichen Rettung vor dem Bankrott. Entsprechend begnügte er sich mit einem geringeren Gehalt. Unter Akersons Ägide warf der Konzern wieder Gewinn ab. Die Verluste in Europa sanken, die Rückkehr an die Börse glückte und der Staat konnte seine letzten Anteile verkaufen. Im Gegensatz zu Akerson ist Barra eine Autofrau durch und durch. Sie startete als Werkstudentin bei GM, machte zunächst ihren Abschluss als Elektroingenieurin und später als Betriebswirtin. Sie arbeitete sich rasch hoch, wurde Leiterin des Detroiter Werks Hamtramck und Personalchefin. 2011 übertrug ihr Akerson die Verantwortung für die Entwicklung neuer Autos, später auch für den Einkauf. Am Ende machte er sie zu seiner Nachfolgerin.

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