Buick LaCrosse

GM-Großauftrag für Opel

— 11.05.2009

Buick aus Rüsselsheim

Der neue Buick LaCrosse wird ab Sommer 2009 in Rüsselsheim produziert. In den nächsten zwei Jahren sind 70.000 Autos geplant. Unterdessen benötigt GM für Opel eine rasche Finanzspritze der Bundesregierung.

(dpa/bp) Mitten im Überlebenskampf hat Opel innerhalb des General-Motors-Konzerns einen Großauftrag erhalten. Nach den Werksferien im Sommer soll im Stammwerk Rüsselsheim der neue Buick LaCrosse vom Band laufen, wie Betriebsratschef Klaus Franz am 11. Mai 2009 erklärte. Der LaCrosse teilt sich die Plattform mit dem Opel Insignia. Geplant seien 70.000 Exemplare innerhalb von zwei Jahren. Die Rüsselsheimer Fabrik ist derzeit mit einem Zweischichtbetrieb auf rund 180.000 Fahrzeuge im Jahr ausgelegt. Dort arbeiten rund 5600 Menschen. Opel übernehme die Produktion des Buick, weil das in den USA vorgesehene Werk Fairfax noch nicht auf das neue Modell umgestellt sei.

Zuvor hatten US-Medien berichtet, GM wolle Teile seiner für den US-Heimatmarkt bestimmten Produktion aus Kanada, Europa und Australien in billigere Länder in Asien und Lateinamerika verlagern. Von einer Produktionsverlagerung auf GM-Standorte in Billiglohnländern könne in diesem Fall keine Rede sein, sagte Franz.

GM benötigt rasche Finanzmittel der Bundesregierung

Rüsselsheimer Opel-Werk unter Volldampf: Ab Sommer 2009 sollen in Hessen insgesamt 70.000 Buick LaCrosse vom Band laufen.

Unterdessen erklärte General Motors, dass der Konzern auf rasche Finanzmittel der Bundesregierung für seine deutsche Tochter Opel setzt. Es bestehe ein dringender Kapitalbedarf für das Europa-Geschäft rund um Opel, erklärte GM-Chef Fritz Henderson in Detroit bei einer Telefonkonferenz. "Wir brauchen die Unterstützung." GM werde die Investorensuche für Opel eng mit Deutschland abstimmen, sagte Henderson. Der Partner müsse für die Bundesregierung annehmbar sein. Ziel sei ein Abschluss der Verhandlungen noch vor Ende dieses Monats.

Gewerkschafter Franz zeigte sich offen zu Vorschlägen von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), die europäischen Teile des GM-Konzerns bei einem Treuhänder zu parken. Mir wäre zwar der direkte Einstieg des Staates lieber, aber bei einem zu großen Widerstand ist auch das ein guter Vorschlag", sagte Franz. Er stehe jeder Lösung positiv gegenüber, die dafür sorge, dass das neue europäische Unternehmen juristisch korrekt aufgestellt werde. Ein temporärer Einstieg des Staates ohne die Hilfskonstruktion einer Treuhand wäre aber besser. "Wer ernsthaft Interesse an Opel hat, muss das in den nächsten zwei, drei Wochen beweisen." US-Präsident Barack Obama hat GM für ein tragfähiges Konzept ein Ultimatum bis Ende Mai gesetzt. Sonst droht eine Insolvenz wie beim Wettbewerber Chrysler.

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