Opel Werk Rüsselsheim

GM kommt Opel entgegen

— 08.12.2009

GM will keine Konflikte

GM will Konflikte mit den Opel-Arbeitnehmern vermeiden. Das sagte GM-Chef Ed Whitacre Betriebsrat Klaus Franz zu. Der zeigte sich erfreut über die ermutigenden Signale.

(dpa/sb) Bei der Sanierung von Opel zeigt sich die Spitze der US-Mutter General Motors (GM) nach Betriebsratsangaben entgegenkommend. GM-Chef Ed Whitacre habe bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats, Klaus Franz, in Detroit betont, dass GM "keine Konflikte mit Arbeitnehmervertretungen und Regierungen" wolle. Das teilte der Betriebsrat jetzt in Rüsselsheim mit. In den Gesprächen sei es unter anderem um den weltweiten Vertrieb von Opel- und Vauxhall-Autos gegangen, aber auch um Alternativen für das von der Schließung bedrohte Werk Antwerpen. Auch die Umwandlung der Adam Opel GmbH in eine Aktiengesellschaft sei thematisiert worden. "Die Signale sind sehr ermutigend und würden eine völlig andere Vorgehensweise von GM als bisher darstellen", beschrieb Franz die Reaktion Whitacres auf seine Forderungen.

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Die Arbeitnehmer verlangen eine unabhängige Adam Opel AG "ohne einen weiteren europäischen GM-Überbau, der das Risiko des Geldabflusses außerhalb von Europa mit sich bringen und damit Staatsbürgschaften unmöglich machen würde". Die Restrukturierung der Europatochter kostet nach GM-Angaben rund 3,3 Milliarden Euro. Davon sollen die europäischen Opel-Standortländer 2,7 Milliarden Euro aufbringen, die Belegschaft soll sich über einen Lohnverzicht von jährlich 265 Millionen Euro an der Sanierung beteiligen. Im Gegenzug verlangt der Betriebsrat etwa eine Mitarbeiterkapitalbeteiligung und den Ausbau der Mitbestimmungsrechte.

Whitacre erkennt Bedeutung Europas

Whitacre habe zugesagt, den Sanierungsplan für eine erfolgreiche Zukunft von Opel und Vauxhall gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern auszuarbeiten. Der von der US-Regierung eingesetzte Whitacre, der auch dem GM-Verwaltungsrat vorsitzt, habe die große Bedeutung der europäischen Marke und des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim erkannt. "Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob den Worten Taten folgen", sagte Franz. Opel-Chef Nick Reilly will den Sanierungsplan bis Ende dieses oder Anfang 2010 vorlegen. Er hatte der Belegschaft vergangene Woche in Aussicht gestellt, dass alle Forderungen des Betriebsrates Teil des Vertragsabschlusses sein könnten.

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