Rick Wagoner

GM-Krise spitzt sich zu

— 18.02.2009

47.000 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden

General Motors macht Ernst: In der Nacht zum 18. Februar erklärte GM-Chef Rick Wagoner, dass 47.000 Stellen gestrichen werden sollen. 26.000 davon außerhalb der USA. Bei Opel geht die Angst um.

Der ums Überleben kämpfende Opel-Mutterkonzern General Motors will 26.000 Stellen außerhalb der USA streichen. Damit müssen auch Opel-Mitarbeiter an den deutschen Standorten Bochum, Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach um ihre Arbeitsplätze zittern. Das Schicksal der deutschen Tochter Opel ließ GM-Chef Rick Wagoner in der Nacht zum 18. Februar 2009 bei einer Pressekonferenz in Detroit aber offen. Damit ist weiterhin unklar, ob GM deutsche Standorte schließen oder Opel komplett verkaufen will. Insgesamt will der US-Konzern 47.000 Stellen abbauen – das wäre etwa jeder fünfte Arbeitsplatz bei weltweit 245.000 Beschäftigten. In seinem der US-Regierung vorgelegten Sanierungsplan verlangt GM zudem bis zu 30 Milliarden Dollar (rund 24 Milliarden Euro) vom Staat. Das ist mehr als doppelt so viel wie GM bisher bekommen hat.

Chrysler will 3000 Stellen streichen, Ford benötigt keine Staatshilfe

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) forderte während seiner USA-Reise Klarheit, was der Sanierungsplan konkret für die deutschen Opel-Standorte bedeutet. Im Bochumer Opel-Werk diskutierten die Beschäftigten der Nachtschicht die Lage. Ein Fertigungsmonteur sagte stellvertretend für Kollegen, dass man auf eine Zukunft ohne GM setze. "Wir hoffen, dass das Werk verkauft werden kann und erhalten bleibt." Auch der Betriebsrat des Bochumer Werks hält einen Verkauf für die beste Lösung. Der ebenfalls schwer angezählte Chrysler-Konzern will über die bisherigen vier Milliarden Dollar hinaus weitere fünf Milliarden Dollar vom Staat haben. Außerdem kündigte Chrysler in seinem der US-Regierung vorgelegten Sanierungsplan den Abbau von weiteren rund 3000 Stellen und massive Produktionskürzungen an. Der zweitgrößte US-Autobauer Ford will trotz Milliardenverlusten ohne Staatsgelder auskommen.

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