GM prüft "andere Optionen" — 25.08.2009

Doch kein Opel-Verkauf?

General Motors erörtere "andere Optionen", um Opel doch nicht verkaufen zu müssen – so lauten Insiderberichte am frühen Dienstagmorgen. GM versuche, vier Milliarden Dollar aufzutreiben.

(rtr) General Motors erwägt Kreisen zufolge, Opel zu behalten. Priorität habe für GM zwar nach wie vor, offene Fragen mit dem Opel-Bieter Magna zu klären, sagten mehrere Personen mit Kenntnissen der Überlegungen am Montag. GM erörtere aber auch andere Optionen. Dabei ginge es unter anderem darum, eine Finanzierung von vier Milliarden Dollar auf die Beine zu stellen, um Opel halten zu können. Da dafür keine Regierungsgelder genutzt werden könnten, könnte GM Geschäftsbereiche in China verkaufen, sagte eine der Personen.

GM kommentierte die Angaben zunächst nicht. Der Verwaltungsrat des US-Konzerns hatte auch in der Nacht zum Samstag keine Entscheidung zum Bieter getroffen. Vertreter der Bundesregierung – allen voran Kanzlerin Angela Merkel – und der Bundesländer mit Opel-Werken hatten sich darüber enttäuscht geäußert und auf eine schnelle Entscheidung gedrängt. Sie geben dem kanadischen Zulieferer Magna den Vorzug vor dem ebenfalls an Opel interessierten Finanzinvestor RHJ. Die weitere Verzögerung der Opel-Bieterentscheidung durch den Mutterkonzern GM brachte Politiker und die Opel-Belegschaft in Rage. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz drohte mit spektakulären Aktionen der Belegschaft, sollte GM sich bis Ende der Woche nicht in die von der Regierung und den Opelanern gewünschten Richtung bewegen.

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Georg
26.08.2009, 06:09Uhr

Der Ampera ist nicht aus Rüsselsheim wie oft den noch?????

Der Volt alias Ampera wurde in den USA entwickelt und nicht in Deutschland.

Mauro
25.08.2009, 16:51Uhr

Man muss sich nur einmal das Produktportfolio der beiden Marken ansehen. GM baut große, schwere Autos die in den USA auch immer weniger nachgefragt werden. Die sogenannten "Spritsparautos" hat hingegen Opel mit den Eco-Modellen im Angebot, die man nur noch auf dem US-Markt einführen müsste. Außderdem hat sich mit dem Ampera und dem Insignia gezeigt, dass in Rüsselsheim auch eine gute Entwicklung mit sehr viel Know-How sitzt. In Anbetracht dessen wird es für GM wohl überlebenswichtig sein OPEL weiter im Konzern zu halten.

Georg
25.08.2009, 15:30Uhr

Der Opel Ampera ist ein Chevy Volt mit Opel Zeichen... bleiben wir mal hübsch bei den Tatsachen... der Volt wurde in den USA entwickelt nicht in Deutschland, das einzige Teil das Opel dem Volt/Ampera beigesteuert hat ist das Batterie Kontroll Modul ...der Volt wird als Chevrolet Volt, Opel Ampera, Vauxhall Ampera und Holden Ampera in den verkauf gehen... an dem teil is nichts made in Germany oder made bei Opel

audi
25.08.2009, 15:04Uhr

Opel baut in der Zwischenzeit wirklich schöne und gute Autos.
Dies hat nun wohl auch GM begriffen , und wenn die Leute in Detroit schon mal von Chevrolet Volt sprechen wissen wir Europäer das es ein Opel Ampera ist den Mann in Germany entwickelt hat.
Da sei mir als Schweizer natürlich die Frage erlaubt ob man sich Konkurenz schafft indem man die Opelwerke an einen Konkurrenten verkauft.
Dies sit meine Erklärung zum ablauf diese Deals und hat wohl weniger mit der Politik in Deutschland zu tun.

Ex-Porschefan
25.08.2009, 14:22Uhr

@ yawelli:

Hm, unsere Kanzlerin ist Physikerin und macht trotzdem ihren Job recht ordentlich... Natürlich handelt eine Regierung dadurch, dass sie Gesetze und Verordnungen erlässt, so dass Juristen da grundsätzlich nicht fehl am Platze sind. Aber deshalb muss nicht jedes Kabinettsmitglied Volljurist sein, sondern ein Minister muss sich von Experten (Juristen, VWLern etc.) beraten lassen und dann eine sachliche - und nicht durch den Wahlkampf geprägte - Entscheidung treffen! Und genau das hat Herr zu Guttenberg gemacht!

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