GM-Sanierung

Opel-Werk in Bochum vorläufig gerettet

GM-Sanierung

— 17.04.2007

Opel-Werk Bochum gerettet

Die Fertigungsstätte im Ruhrpott hat den Auftrag für den neuen Opel Astra an Land gezogen. Der Standort Antwerpen ist der große Verlierer.

Das Opel-Werk in Bochum scheint vorläufig vor der Schließung bewahrt zu sein. Wie der GM-Konzern nach Verhandlungen mit Gewerkschaftsvertretern in Zürich bekannt gab, wird der neue Astra unter anderem auch im Ruhrgebiet gefertigt werden. Außerdem wird der kompakte Opel im schlesischen Gliwice (Gleiwitz), in Ellesmere Port in England und im schwedischen Trollhättan gebaut werden. Keinen Zuschlag erhielt das belgische Antwerpen. Ob die Fabrik geschlossen wird, ist noch nicht bekannt.

Die Entscheidung war im Zusammenhang mit den Sanierungsmaßnahmen von GM als "Reise nach Jerusalem" bezeichnet worden. Denn wie bei dem beliebten Spiel hatten sich vier Produktionsorte beworben, den neuen Astra zu bauen. Doch nur vier sollten auserwählt werden, dem Verlierer drohte die Schließung. Bei der Sanierung geht es um den Abbau von Überkapazitäten und einen möglichen Stellenabbau oder sogar die Werksschließung.

Ab 2010 soll die neue Generation des Opel Astra gebaut werden.

Für die Produktion des neuen Kompakten, der das aktuelle Modell im Frühjahr 2010 ablösen soll, stellt GM Europe insgesamt ein Investitionsvolumen von 3,1 Milliarden Euro zur Verfügung. Das Werk in Bochum hat etwa 7400 Mitarbeiter. Zur Rettung aller Werke hatten die Gewerkschaften bereits Zugeständnisse gemacht und Einsparungen bei Arbeitszeiten und Zuschlägen in Höhe von 290 Millionen Euro angeboten. Erst in den vergangenen zwei Jahren hatte GM aus Kostengründen 12.000 Stellen in Europa gestrichen, darunter die meisten bei Opel.

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