GM setzt auf Chevrolet

GM setzt auf Chevrolet

— 17.08.2004

Stirbt Daewoo in Europa aus?

Neun Jahre nach der Einführung der Automarke Daewoo in Europa soll der Name nun offenbar wieder verschwinden.

Nach Informationen des "Handelsblatt" wird US-Eigner General Motors (GM) die Marke Daewoo in Europa ab 2005 aufgeben. Die preisgünstigen Fahrzeuge sollen dann auch in Westeuropa unter dem Logo der amerikanischen Automarke Chevrolet angeboten, wie dies teilweise in Osteuropa und in Nordamerika bereits heute der Fall ist. Mit der offiziellen Entscheidung des Konzerns wird auf dem Pariser Autosalon im September gerechnet. Weder aus Seoul noch aus Bremen, Sitz des deutschen Importeurs, kamen bisher dazu Stellungnahmen. Auch ein GM-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

GM wolle Chevrolet zur Weltmarke ausbauen, lediglich in Asien solle Daewoo erhalten bleiben, berichtete das Blatt. GM Daewoo setzte in ersten Halbjahr 2004 nach eigenen Angaben insgesamt 429.883 Autos ab. Davon gingen 378.262 in den Export, ein Plus von 152,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Deutschland stieg der Absatz im ersten Halbjahr um 72 Prozent auf 8086 Fahrzeuge. 2003 wurden insgesamt 12.800 Auto (plus 158 Prozent) in Deutschland verkauft.

General Motors – größter Autokonzern der Welt – war im Frühjahr 2002 nach einem monatelangen Übernahmekrimi mit 42 Prozent bei dem angeschlagenen südkoreanischen Konkurrenten Daewoo Motor eingestiegen und hält derzeit 44,6 Prozent. Daewoo Motor hatte 1992 nach Streitigkeiten über die Expansionspläne der Koreaner die Zusammenarbeit mit GM zunächst aufgekündigt, musste aber 1999 angesichts von Milliardenschulden Insolvenz anmelden.

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