GM testet autonomes Fahren

— 08.01.2008

Selbst ist das Auto

Bereits 2018 soll die Vision vom "selbstfahrenden Auto" Realität werden. GM-Chef Rick Wagoner stellte in Las Vegas ein entsprechendes Versuchsfahrzeug vor.



(dpa) Es klingt wie Science Fiction: Das Auto steuert selbstständig durch den Berufsverkehr, während der Passagier bequem auf der Rückbank sitzt, die Zeitung liest und an seinem Kaffee nippt. Doch schon 2018 könnte diese Vorstellung Wirklichkeit sein, meint Rick Wagoner, Chef des Autokonzerns General Motors (GM). Wie das "Wall Street Journal" berichtet, wird er heute (8. Januar) auf der Consumer Electronics Show CES in Las Vegas Pläne für autonom fahrende Autos vorstellen und ein bereits erprobtes Testfahrzeug zeigen. Wagoners Vision an sich ist nichts Neues, viele Autohersteller arbeiten schon seit Jahren an ähnlichen Projekten. Der Zeitplan des US-Konzerns gilt unter Fachleuten jedoch als äußerst ambitioniert.

Viele Fragen bleiben offen

Ein Sprecher sagte der "New York Times", GM wolle derartige Autos ab 2015 testen und ab 2018 verkaufen. Der amerikanische Autoanalyst Paul Hansen sieht dagegen nur eine "entfernte Chance", dass autonome Fahrzeuge "in der näheren Zukunft" im Straßenverkehr unterwegs sind. Der Zeitpunkt sei näher als gedacht, sagte dagegen GM-Technikchef Larry Burns dem "Wall Street Journal". Viele der notwendigen Komponenten seien bereits serienmäßig im Einsatz: So verhinderten elektronische Abstandshalter die Kollision von Fahrzeugen – ein wichtiger Aspekt bei der automatischen Steuerung. Zudem fielen die Preise für moderne Technologien Rapide und machten damit den Einsatz erschwinglich. Bei dem präsentierten Testfahrzeug handelt es sich um einen Chevrolet Tahoe, den die Entwickler mit Kameras, Sensoren, Radar und Navigationstechnik aufgerüstet haben. Der Wagen gewann im November einen Wettbewerb des US-Verteidigungsministeriums. Beim "Urban Challenge" im US-Staat Kalifornien mussten die Fahrzeuge möglichst schnell und unfallfrei durch eine nachgebaute Kleinstadt navigieren. Auch Toyota und Volkswagen experimentieren mit autonomen Fahrzeugen. So sorgte ein Volkswagen-Versuchsfahrzeug mit Namen Stanley auf Touareg-Basis bei Wettfahrten autonomer Fahrzeuge für Furore. 2005 siegte Stanley bei der "Urban Challenge". Ob die Autos der verschiedenen Hersteller Serienreife erlangen, hängt jedoch nicht nur von der technischen Entwicklung ab, sondern auch von der Klärung juristischer Fragen – etwa bei der Haftung für Unfälle.

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