GM und Daewoo Motor einig

400 Millionen Dollar für Daewoo

GM und Daewoo Motor einig

— 29.04.2002

Übernahme von Daewoo perfekt

Nach monatelangen Verhandlungen sind sich Daewoo und GM einig: Die Amerikaner übernehmen 67 Prozent. Wollen sie auch die Autosparte von Fiat kaufen?

400 Millionen Dollar in bar für Daewoo

Die Übernahme-Verhandlungen des weltgrößten Autohersteller General Motors (GM) mit dem südkoreanischen Produzenten Daewoo Motor sind abgeschlossen. Beide Seiten teilten am Dienstag in einer Erklärung in Seoul mit, dass sie zusammen mit den Gläubigern Daewoos die endgültigen Abkommen zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Übernahme von Kernteilen Daewoos beschlossen hätten.

Für eine 67-Prozent-Beteiligung wollen General Motors und Partner 400 Millionen Dollar in bar bezahlen. GM selbst werde 42 Prozent der Anteile für 251 Millionen Dollar übernehmen, hieß es. Um wen es sich bei den Partnern handelt, denen 25 Prozent des neuen Unternehmens zufallen würden, wurde in der Erklärung nicht ersichtlich. Aus dem Vorhaben solle ein Unternehmen mit jährlichen Einnahmen von etwa fünf Milliarden Dollar hervorgehen. Der Wert der Transaktion beläuft sich auf 2,37 Milliarden Dollar.

Die koreanischen Kreditgeber des zweitgrößten Autobauers des Landes wollen 197 Millionen Dollar für den restlichen Anteil von 33 Prozent am Joint Venture einzahlen. Mit dem Kauf Daewoos, das weltweit über eine Fertigungskapazität von jährlich knapp zwei Millionen Einheiten verfügt, will sich GM einen größeren Anteil in Asien wie auch eine bessere Ausgangsposition auf dem schwierigen südkoreanischen Markt verschaffen.

Schluckt GM jetzt auch Fiat?

Die Gerüchte, dass GM zudem die Autoproduktion des Fiat-Konzerns kaufen werde, verdichten sich. Nachdem unbestätigte Berichte über Verhandlungen zwischen Fiat und GM an der Mailänder Börse bekannt wurden, legte die Fiat-Aktie leicht zu. Und damit der freie Fall der Aktie zunächst gestoppt. Das Papier war zuletzt auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren abgerutscht.

General Motors hatte bereits im Jahr 2000 für 2,4 Milliarden Dollar einen 20-Prozent-Anteil an der Fiat Automobile Aktiengesellschaft erworben. Die Automobil-Sparte macht 42 Prozent des Umsatzes bei Fiat aus und bereitet Konzernschef Paolo Fresco derzeit die größten Sorgen. Die Probleme sind hausgemacht: Denn Fiat leidet an der alten Krankheit, zu sehr von dem Erfolg eines Modells abhängig zu sein. Dem Konzern gelang es nie, alle Segmente auf dem Automobil-Markt zu bedienen. Lancia und Alfa Romeo spielen in der Oberklasse so gut wie keine Rolle. Fiat beherrschte mit dem im Jahr 1999 meistverkauften Auto Europas, dem Punto, zwar die Kleinwagen-Klasse, doch in der lässt sich nur wenig verdienen.

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