GM verkauft Finanzsparte

GM verkauft Finanzsparte

— 04.04.2006

Befreiungsschlag

Der weltgrößte Autobauer verkauft seine Finanzsparte für 14 Milliarden Dollar. Experten sehen darin allerdings nur eine Atempause.

Der schwer angeschlagene weltgrößte Autohersteller General Motors (produziert die Marken Chevrolet, Cadillac, Buick, Saturn u.a.) hat mehr als die Hälfte der Anteile seiner profitablen Finanzsparte General Motors Acceptance Corp (GMAC) verkauft.

Der Opel-Mutterkonzern wird 51 Prozent des Bereichs an ein Konsortium aus Finanzinvestoren abgeben, das von der Private-Equity-Firma Cerberus angeführt wird. Der Kaufpreis liegt bei 14 Milliarden Dollar, die über die kommenden drei Jahre gezahlt werden. Der Anteilsverkauf soll General Motors helfen, den Schuldenberg abzubauen. Im vergangenen Jahr hatte der Autokonzern einen Verlust von 10,6 Milliarden Dollar eingefahren.

Experten urteilten, der Verkauf bringe dem Konzern kurzfristig Entspannung, werde langfristig jedoch schaden. "GM muß jetzt schon seine Möbel im Kamin verbrennen, um das Haus warm zu halten", sagte ein Analyst. Der Autobauer ist auf dem US-Heimatmarkt durch eine Absatzkrise sowie steigende Pensions- und Gesundheitskosten in die Krise gerutscht.

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