GM-Vertreter in Berlin — 12.11.2009
GM braucht 3,3 Milliarden für Opel
Was kostet die Rettung von Opel nach dem Verbleib bei General Motors? GM selbst nannte bei Gesprächen mit der Bundesregierung eine Summe von 3,3 Milliarden Euro. Wirtschaftsminister Brüderle lehnt eine Staatshilfe ab.
Hier geht es zur Opel-Markenseite
GM versucht nach der überraschenden Kehrtwende im Opel-Poker, die Wogen zu glätten und die Verstimmung in der Bundesregierung und bei den Opel-Mitarbeitern zu beheben. Der US-Autobauer will seine deutsche Tochter Opel selbst sanieren und dafür bei den Regierungen der Länder mit Opel-Standorten um Unterstützung werben. Der Konzern will womöglich noch vor Jahresende auch mit der Abzahlung seiner Schulden an die US-Regierung beginnen.
"Viel Geld durch Zögern verbrannt"
GM habe laut Brüderle erneut darauf verwiesen, dass sich in den vergangenen Monaten die Situation verändert habe. Die GM sehe nun größere finanzielle Spielräume und habe sich für den Verbleib von Opel unter dem GM-Dach entschieden. Zuvor hatte Brüderle dem GM-Management vorgeworfen, Entscheidungen zu lange verzögert zu haben. Dabei sei viel Geld verbrannt worden: "Der Ball liegt jetzt bei General Motors und nicht in Berlin." Details über die von GM geplanten Stellenstreichungen in Deutschland sollen laut GM-Chef Fritz Henderson erst in einigen Wochen vorliegen. "Zuerst müssen wir uns mit den Betriebsräten auf einen Restrukturierungsplan einigen." Der Autobauer will vermutlich 10.000 der rund 50.000 Stellen in Europa streichen und die Fixkosten um 30 Prozent senken. In Deutschland arbeiten etwa 25.000 Menschen für Opel.
Insolvenz-Drohung passé
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) forderte bis Weihnachten eine Zukunftsperspektive für Opel und machte gleichzeitig sein Misstrauen gegenüber GM deutlich: "Ich will das aber schriftlich haben." Unterdessen zog Henderson die Drohung zurück, Opel in die Insolvenz zu schicken, wenn die Beschäftigten nicht zu Zugeständnissen bereit sind. "Eine Insolvenz ist nicht notwendig und auch nicht wahrscheinlich." Die europäischen Opel-Händler sagten GM ihre Unterstützung bei der Opel-Sanierung zu. Geld wollen sie nach dem geplatzten Verkauf an Magna aber nicht mehr bereitstellen.
Blick nach Russland, Asien und USA
Für Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz ist die Möglichkeit, Opel in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, nicht vom Tisch. GM-Chef Henderson sei für diese "Gedanken offen", sagte Franz in einem Interview mit Maybrit Illner für ZDFonline. Franz zeigte zugleich Verständnis dafür, dass Staatshilfen für Opel nach dem geplatzten Verkauf an Magna nicht selbstverständlich seien. "Wenn die Mutter kommt und nicht abgeben möchte, dann muss sie auch für die Tochter sorgen", sagte er. General Motors müsse nun die Finanzierung sicherstellen.
Whitrace verteidigt Entscheidung
Verwaltungsratschef Edward Whitacre sieht GM unter Druck, die Milliardenkredite so schnell wie möglich zurückzuzahlen. Der größte US-Autobauer steht beim amerikanischen Staat mit 6,7 Milliarden Dollar an direkten Krediten in der Kreide. Insgesamt bekam er Hilfen von 50 Milliarden Dollar, für den Großteil erhielt der Staat im Gegenzug Anteile an GM. Whitacre verteidigte die Entscheidung, das Europa-Geschäft rund um Opel zu behalten. "Wie kann man ein global player sein, ohne weltweit tätig zu sein?" Wann GM wieder Geld verdient, ließ er offen: "Ich sehe das kommen, kann aber kein genaues Datum versprechen."
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Kommentare zum Artikel (9)
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@Hilfe..... Oooh da weiß ja jemand richtifg Bescheid. Auszeichnung: "Das goldene Lenkrad", das mit dem persönlich kennen lernen wird wohl nix, weil das eine Unmenge von Lesern, Jornalisten, Prominenten, Juroren u.s.w. so entschieden haben. Sorry das sind die Fakten. Also Schrei nicht wie ein Baby was in die Windeln ge**** hat!
Von wem der Astra ausgezeichnet wurde, den möchte ich auch mal persönlich kennen lernen. Wofür? Technik? Umweltfreundlichkeit? Design? Alles negativ. Man vergleiche mit anderen Marken und Opel bleibt untere Mittelklasse. Das heißt: Verzichtbar. Ob es nun jedem schmeckt oder nicht.
So, Luft abgelassen und zum Thema: Richtig ist: Keine Staatshilfen von Deutschland für GM, mit so einer Vorführung, die GM abgeliefert hat, katapultiert man sich sofort zum lügenden Outsider. Scheinbar hat GM nur mal geschaut was für Konzepte die anderen für Opel haben. Wollten die den jemals Verkaufen?? Man schaut halt mal was für einen Wert die eigenen Kronjuwelen haben... P.S. @Aga sei nicht traurig - jeder weiß irgendwas.
@Aga (2) Oder schau den Insignia (nur für dich: das ist auch ein Auto der MARKE Opel) auch dieser wird mit Auszeichnungen überflutet. Also argumentiere mit Wissen nicht mit Engstirnigkeit oder Hass auf eine spezielle Marke. Ein Tip noch: Nimm eine UV-Lampe und halt Sie vor Deiner Stirn, wenn Du dann ein Markensymbol siehst dann weißt Du welche Marke Dein Auto baut & wenn es nur eine Sachkarre wäre.
@AGA..... Du hast recht Opel ist kein Auto SONDERN eine Automarke. Du fährst wohl ein VW-Auto oder ein BMW-Auto oder so etwas? Wer so schreibt, hat den Horizont in Höhe der CO2-Emissionen eines Elektroautos. Na gut, Du wirst sicherlich nicht wissen das manche Hersteller unverschuldet in Krisen geraden & trotzdem gute oder sogar sehr gute Autos bauen. Schau mal bei Opel das ist kein Auto aber der Astra, dieser wurde bereits jetzt mehrfach von Fachleuten ausgezeichnet.