GM zieht in China vor Gericht

GM zieht in China vor Gericht

— 10.05.2005

Mon Chery ist dein Chevy

Der chinesische Autohersteller Chery soll Modelle von GM nachgebaut haben. Jetzt beschftigt der Fall den Pekinger Gerichtshof.

Der Patentstreit zwischen General Motors (GM) und dem chinesischen Autohersteller Chery geht offenbar vor Gericht. Der Gerichtshof in Peking habe eine Klage der sdkoreanischen GM-Tochter Chevrolet (ehemals Daewoo) angenommen, berichtet die Zeitung "China Daily". General Motors wirft Chery vor, das Design der Modelle Chevrolet Matiz und Spark kopiert zu haben und fordert umgerechnet 7,5 Millionen Euro Schadenersatz.

Der Fall wird auch von deutschen Autobauern aufmerksam beobachtet. Denn auch deren chinesische Parter versuchen, sich aus den Gemeinschaftsunternehmen mit westlichen Herstellern zu lsen. Ihre Modelle sehen deutschen Autos oft tuschend hnlich.

GM streitet schon seit einem Jahr mit Chery ber die angeblichen Patentverletzungen. Eine Untersuchung des weltgrten Autobauers hatte ergeben, da Matiz und Cherys Modell QQ in weiten Teilen baugleich sind und Schlsselkomponenten sich sogar gegeneinander austauschen lassen. Schlichtungsversuche waren gescheitert. Chery weist die Vorwrfe zurck: Nach Angaben des chinesischen Unternehmens wurde der QQ mehr als ein Jahr lang entwickelt. Chery habe darauf 24 Design-Patente anmelden lassen.

Der Fall ist fr GM schwierig, denn man unterhlt mit der Shanghai Automotive Industry Corp (SAIC) ein groes Gemeinschaftsunternehmen. SAIC hatte bis Dezember 2004 noch 20 Prozent an Chery besessen. Das Paket wurde dann aber verkauft, offenbar um den Schaden fr die Kooperation mit GM in Grenzen zu halten.

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