GM zwingt Opel und Fiat zur Kooperation

GM zwingt Opel und Fiat zur Kooperation

— 07.05.2002

Nur noch gemeinsame Sache

General Motors erhofft sich durch die Zusammenarbeit Einsparungen von mehr als zwei Milliarden Dollar ab 2003.

Die Rüsselsheimer General-Motors-Tochter Opel und der italienische Autohersteller Fiat, an der GM zu 20 Prozent beteiligt ist, dürften nach den Plänen des US-Managements künftig keine Plattformen und keine Motoren mehr in eigener Regie entwickeln, wie WELT am SONNTAG aus Fiat-Kreisen erfuhr. Das soll künftig die von GM und Fiat gegründete Firma Powertrain übernehmen, die für GM, Opel und Fiat bereits seit einem Jahr Motoren und Getriebe in Europa wie auch in dem für Fiat wichtigen Markt in Südamerika fertigt. Beabsichtigt ist, Einsparungen von mehr als zwei Milliarden Dollar vom Jahr 2003 an zu realisieren - auch durch eine Zusammenlegung der Produktion weiterer Autoteile und der Konzentration des Einkaufs für GM (mit Saab und Chevrolet), Fiat (mit Alfa Romeo und Lancia) und Opel.

Von gemeinsamen Plattformen könnten vor allem die verlustreichen Hersteller Opel und Fiat profitieren. Heute sind beide direkte Konkurrenten. Im Kleinwagen-Segment kämpft zum Beispiel der Opel Corsa gegen den Fiat Punto, in der Golf-Klasse der Stilo gegen den Astra. So soll Powertrain in Turin bereits den Zuschlag für die Entwicklung der Plattform des Nachfolgers von Corsa und Punto erhalten haben. Die Konsequenzen für die deutschen Arbeitsplätze, heißt es, seien derzeit noch nicht abzusehen. Unangetastet bleibe lediglich die Endfertigung in den Opel-Werken. Opel in Rüsselsheim bestätigte gegenüber WamS den Plan einer gemeinamen Plattform für Corsa und Punto sowie der Zusammenlegung der Motorenentwicklung.

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