GMC Granite auf der Detroit Auto Show 2010

GMC Granite GMC Granite

GMC Granite auf der Detroit Auto Show 2010

— 11.01.2010

GMC Granite in Detroit

GMC und Kleinwagen – bisher undenkbar. Jetzt holt GMC mit dem Granite zum Gegenschlag aus. Mit der aggressiv gestylten Studie will die GM-Tochter neue Nischen erobern.

Beim Thema kompakte Fahrzeuge bissen die US-Kunden bei GMC bisher auf Granit. Doch jetzt macht sich die GM-Tochter zu neuen Ufern auf. Granite heißt die Studie, die auf der Detroit Auto Show 2010 die Blicke auf sich zieht. Der 4,01 Meter kurze Granite wandelt mit einem Grill wie in Stein gemeißelt irgendwo zwischen Minivan und Crossover, aufgepeppt mit Details wie gegenläufig angeschlagenen Türen. Dazu kommen weit nach hinten gezogene Scheinwerfer und viereckige Hechleuchten mit LED-Technik, die mit der senkrecht abfallenden Heckklappe samt Dachkantenspoiler einen dynamischen Abschluss für die Studie bilden. Bisher war der GMC Terrain mit gut 4,60 Meter Länge der kleinste Vertreter der Marke, jetzt setzt der Granite neue Zeichen.

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Voll in Mode: Gegenläufig angeschlagene Türen, keine B-Säule.

Im Gegensatz zum Opel Meriva verzichtet GMC auf eine B-Säule und setzt zusätzlich auf die ganz krasse Kante. Das Prinzip kennen wir unter anderem von der Toyota-Tochter Scion, die mit dem xB bereits seit Jahren auf eine jugendliche Klientel zielt. Innen setzt der Granite auf Flexibilität, die schlank geschnittenen hinteren Sitze lassen sich umklappen und sollen zum Beispiel Platz für zwei Fahrräder schaffen. Der Laderaum ist mit vielen zusätzlichen verschließbaren Staufächern ausgestattet. Die Fächer sind in den Laderaum integriert und die Rückseiten der Sitze verfügen über Haken zur Befestigung der Ladung. Bei der Entwicklung der Karosserie des Granite wurde komplett auf Chrom verzichtet, alle Einfassungen sind mit Satin oder gebürstetem Metall beschichtet. Das soll einen "industriellen Look" schaffen, behauptet GMC. Ein studientypisches Attribut sind hingegen die fetten 20-Zöller, die den sportlichen Anspruch des Granite unterstreichen sollen.

Cockpit wie im Flugzeug

Das Cockpit soll an ein Fugzeug erinnern, die Materialauswahl fällt edel aus.

Die vergleichsweise kurze Karosserie des Granite wird durch eine Gesamtbreite von 1,77 Meter und eine Gesamthöhe von 1,54 Meter ausgeglichen. Dank des Radstandes von 2,63 Metern soll er vier Personen Platz bieten. Den Antrieb übernimmt ein 1,4-Liter-Motor mit Turbopower, der an ein Doppelkupplungs-Getriebe mit sechs Gängen gekoppelt ist. Einen klassischen Schalthebel gibt es nicht, stattdessen kommt ein "Drehmomentschlüssel" zum Einsatz, der via LEDs den gewählten Gang anzeigt. Der Materialmix aus Alu, hellem Kuststoff und nubuklederartigen Bezügen wirkt sehr edel. Zwischen den Vorder- und Hintersitzen verläuft eine durchgehende Mittelkonsole, die mit Anschlüssen für die gängige Elektronikgeräte sowie Stauräumen ausgestattet ist, die sogar Platz für einen Laptop bieten. Die Instrumentenanzeigen sind rot illuminiert, während die Anzeige für das Navi oder die Klimaanlage auf Lichtdioden-Bildschirmen angezeigt werden. Das Ganze soll an ein Flugzeug-Cockpit erinnern. Mutig ist der Granite auf jeden Fall, bleibt die Frage, ob Truck-Spezialist GMC auch den Mut aufbringt, die Studie zur Serienreife zu entwickeln.

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