Golf, A3, Giulietta, Focus gegen 1er: Vergleich — 30.09.2011

1er will nach vorn

Der BMW trägt seinen Anspruch bereits im Namen: 1er! Ganz neu und mit mehr Platz als bisher tritt er gegen bewährte Kompakt-Konkurrenten an: Alfa Giulietta, Audi A3 Sportback, Ford Focus und VW Golf.

1er, 1 Séries, Sèrie 1, Serie 1. Egal in welcher Sprache, der Kleinste von BMW sieht sich stets vorn. Ein Name als Programm: Der 1er auf Platz eins? Na klar, wo sonst? Wenn es doch nur so einfach wäre. Natürlich streben die Bayern den Platz ganz oben an. Doch die Konkurrenz ist hart. Einen VW Golf und Audi A3 Sportback muss man erst mal schlagen. Genau das scheint der Anspruch bei BMW zu sein. Und mit der gerade erschienenen Neuauflage des 1ers mehr denn je. Mehr Platz als der Vorgänger, noch sparsamerer Antrieb und ein sehr sportliches Fahrgefühl – mit diesem Rezept soll er in der Kompaktklasse zeigen, wie BMW sich den idealen Sport-und-Spar-Diesel vorstellt.

Überblick: Alle News und Tests zum BMW 1er

Video: Vergleichstest Teil 1/2

1er will's wissen

Mit 143 PS ab 27.100 Euro für den 118d gehen die Münchener gewohnt selbstbewusst auf den Markt. Nach wie vor lobenswert ist, dass BMW die Spartechnik "Efficient Dynamics" ohne Aufpreis einbaut und jetzt sogar ein besonderes Gimmick namens "Eco Pro" bietet. Wer ein paar wichtige Extras aus der üppigen Aufpreisliste ordert, landet schnell jenseits der 30.000-Euro-Marke. Aber auch die Konkurrenz ist nicht eben billig. Allen voran die technisch weitgehend identischen Audi A3 und VW Golf. Mit einem 140-PS-TDI unter der Haube und in gehobener Ausstattung kosten sie so um 28.000 Euro – Schnäppchen sehen anders aus. Immerhin gibt es dafür hochmoderne Diesel-Vierzylinder mit Common-Rail-Einspritzung und Normverbräuchen von deutlich weniger als fünf Litern. Bei so einem Spatzendurst lassen sich auch in der Praxis Reichweiten von rund 1000 Kilometern erzielen. Für Autobahn-Vielfahrer sind diese Dieseltypen daher erste Wahl.

Überblick: Alle News und Tests zur Alfa Giulietta

Video: Vergleich, Teil 2/2

1er will's wissen

Aber nicht nur. Denn auch wer zügiges Fahren auf Landstraßen oder schaltarmes Gleiten im Stadtverkehr schätzt, wird die kräftigen Turbo-Selbstzünder mögen. Gleich nach dem Einkuppeln geht es bei allen fünf Testkandidaten mit der Kraft von 320 Newtonmeter Drehmoment vorwärts. Dennoch unterscheidet sie im Charakter, Design, Umgang im Alltag sowie beim Fahrerlebnis vieles. Vor allem der Alfa Romeo tanzt hier angenehm aus der Reihe. Nostalgiker lieben ihn ohnehin, da er mit seinem rassigen Design gekonnt die Gefühle der Käufer anspricht. Aber auch ein objektiver Blick auf die Giulietta lohnt. Beim Fahrspaß kann sich die schöne Italienerin mit der sachlich orientierten Konkurrenz aus Deutschland durchaus messen – und das zu einem spürbar günstigeren Preis.

Damit räubert Alfa dann zugleich im Hauptrevier des noch sehr frischen Ford Focus. Der besetzt traditionell die Rolle des Preisknüllers, der wenig Image, dafür aber umso mehr Gegenwert fürs Geld liefert. Auch in diesem Test hält er wieder Wort. Der brandneue BMW 118d trifft also auf vier wichtige Gegner, die dank Quermotor und Vorderradantrieb konstruktiv das größere Platzangebot ermöglichen. Denn nur der BMW bleibt im hart umkämpften Kompaktsegment bei seinem Alleinstellungsmerkmal: dem längs eingebauten Vierzylinder und Hinterradantrieb. Kann er mit dieser Fahrspaß-Garantie an seinen Hauptkonkurrenten vorbei auf Platz eins fahren?

Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es als Download im Heftarchiv .

Hintergrund: So testet AUTO BILD


Jörg Maltzan

Jörg Maltzan

Fazit

Der 1er wird Zweiter. Gewonnen hat er trotzdem. Fahr- und Komfortgefühl sind besser als beim Vorgänger. Auch das Ambiente im Cockpit wirkt jetzt hochwertiger. Dass er am Golf nicht vorbeikommt, liegt am geringeren Platzangebot und höheren Preis. Die Anschaffungskosten wiederum sind das Hauptargument für den Focus. Er hat weder große Stärken noch Schwächen – ein Auto für kühle Rechner. Eine Giulietta lehrt solche Rationalisten das Fürchten. Sie ist kleiner und nicht so perfekt. Trotzdem kann man sich in sie verlieben. Unsterblich sogar.

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Kommentare zum Artikel (202)

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Inhalt

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Unbekannt
31.01.2012, 17:06Uhr

Der Ford ist und bleibt mit seinen Technikpaketen ohne Konkurrenz!!
Diese Sicherheitssysteme bieten VW/Audi und BMW nicht einmal gegen aufpreis!!

Unbekannt
31.01.2012, 16:56Uhr

Das Ford trotz ablästerei von VW-Bild und VW-Motor-Sport alles richtig mach sieht man am neuen Focus von dem Weltweit ca.920Tsd. verkauft wurden!! Das Hochgelobte Golflein ist mit ca. 640Tsd. weit abgeschlagen!! Selbst wenn mann den A3 dazu zählt reicht es bei weitem nicht Ihr VW/Audi Blinden!!

Nur Blinde..
01.12.2011, 23:21Uhr

Alfa hat wieder mal ein super schönes Auto gebaut, die anderen sind nur Blindfische...kaufen,weil mein Nachbar ein mercedes fährt...

cee
28.11.2011, 13:55Uhr

ich hab nun von audi zu alfa gewechselt und bin mit der giulieta sehr zufrieden. lustig fand ich bei dem test, dass alle mit ner tollen austattung waren ausser sie, dabei gibts bei ihr auch super austattungstools die viel hochwertiger sind. ein standart audi sieht ja auch nicht so aus wie im test dargestellt.
war schon seit längerem mit dem preis/leistungsverhältnis und dem service bei audi unzufrieden.
ich find der alfa fährt viel spritziger obwohl nur 5 ps mehr zu meinem alten a3.

cee
28.11.2011, 13:55Uhr

und beim service ist man freundlich und drückt dem kunden keine unnötigen reperaturen (zahlte über 3000 euro reperaturkosten, obwohl nur ein update fehlte)auf. selbst ein auto wird einem kostenlos zur verfügung gestellt. bei audi zahlte ich die letzten 3 jahre( bin insgesamt 10 jahre audi gefahren, 2x a3) 50 euro und durfte damit nur 20 km weit fahren.
also ich kann nur zum wechsel raten. vielleicht kommt dann audi mal wieder vom hohen ross runter.

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