Golf IV von Andreas König

VW Golf IV von Andreas König VW Golf IV von Andreas König

Golf IV von Andreas König

— 07.07.2006

Die Giraffe

Die Tiere mit dem langen Hals sind der Star im Zoo. Im Gehege der Tuner hingegen strecken die Betrachter die Hälse in die Länge, wenn Andreas mit seinem Golf IV vorfährt.

Räder, Chassis und Interieur

Rein äußerlich ist Andreas’ Golf einer von vielen. Keine wilden Verspoilerungen und Schnickschnack, dafür eine gecleante Original-Optik. Nicht daß uns das nicht gefallen würde, aber davon gibt es tatsächlich schon recht viele. Das einzige, was sofort etwas verblüfft, sind die Radläufe. "Schauen original aus, sind aber dennoch irgendwie sehr bullig!" – "Wofür überhaupt?" Aber spätestens, wenn man ein lautes Zischen hört und sich die cleane Karosse mittels Airride über die recht üppigen Felgen stülpt, verfliegt alle Ungewißheit.

Räder/Chassis: Das zweite, was man von diesem Golf nicht an jeder Straßenecke sieht, sind die vollverchromten US-Spinner. Sie machen den ersten Showeffekt. Darunter verbergen sich 9,5 und 10,5x19 Zoll große zweiteilige ASA-ZR1-Räder. Aber bis auf die Spinner ist immer noch alles auf "Understatement" ausgelegt. Warum also ein sechsseitiger Bericht in der AUTOTUNING? Geduld! Wer noch nicht überzeugt ist, sollte erst einmal die Bilder richtig auf sich wirken lassen.

Interieur: Der Innenraum ist das absolute Highlight am Wolfsburger und der eigentliche Grund der Präsentation hier. Von ihm hat Andreas auch seinen neuen Spitznamen: "die Giraffe". Der Himmel, alle Säulen, der Kofferraumausbau und das 32er-Raid-Silberpfeil-Lenkrad wurden mit dem samtigen Stoff im Giraffen-Look bezogen. Die vier verbauten Eku-Schalensitze, die Seitenverkleidungen, das Armaturenbrett und die restlichen Kunststoffteile ließ der Berufssoldat in schwarzem und braunem Alcantara beziehen. Nimmt man jetzt in der Giraffe Platz, ist einfach nur noch Wohlfühlen angesagt. Wir können das bestätigen.

Wenn Andreas die Gänge einlegt, greift er genüßlich zum gekürzten Zender-Schalthebel, welchen er zusätzlich mit 100 Swarovski-Kristallen verschönerte. Beim Tritt auf das R32-Bremspedal greifen die gelochten Zimmermannbremsen mit ihren Sportbelägen kräftig zu und bringen den Golf heil zum Stehen.

Das Exterieur

Exterieur: Um das Rätsel der breiten Radläufe zu lüften, gingen wir bereits auf die an der Hinterachse 10,5 x19 Zoll messenden Felgen ein. Dafür wurden die Bleche aufgeschnitten und vorn um 2,5 und hinten um vier Zentimeter geweitet. Die Original-Kotflügelkante sollte allerdings erhalten bleiben, sodaß sie aus dem anschließend aufgebrachten Zinn wieder herausgeformt wurde. Nun konnte sich das funkferngesteuerte Airridefahrwerk problemlos bis zum Nullpunkt absenken lassen.

Die Türen cleanten Andreas und seine Kumpels und versahen sie mit A6-Griffen der neuen Generation. Ganz und gar verschwinden sollten die Seitenblinker, genau wie das Emblem in der Heckklappe. Nach unten hin wurde diese mit einem Blech verlängert, um einen passenden Übergang zur Stoßstange herzustellen. Die Stoßstange hinten wurde genau wie ihr vorderes Gegenstück "geshaved" und zeigt sich nun völlig glatt und wie aus einem Guß. Läßt man den Blick an der cleanen Seitenflanke vorbei zur Front schweifen, bleibt man unwillkürlich an den Seitenspiegeln hängen. Unaufdringlich serienmäßig wirken diese, sind aber dennoch anders. Richtig, sie stammen vom Golf V und wurden an den Vierer angepaßt.

An der Front fallen die Hella-Xenonscheinwerfer sofort ins Auge. Darüber zieht sich der allseits beliebte böse Blick aus Blech Schaut man unter die Haube, erkennt man viele in Wagenfarbe lackierte Abdeckungen. Auf der Batterieabdeckung haben sich während der diesjährigen Tuning World Bodensee die aus der RTL-Serie "Die Autohändler" bekannten "Autohändler" Jörg und Dragan verewigt. "Wenn’s schee mocht!" würde der Bayer dazu sagen.





Multimedia und Facts

Multimedia: Das gesamte HiFi-Equipment stammt zu großen Teilen von Panasonic und besteht hauptsächlich aus Prototypen. Über das Doppel-Din-Radio und den Neun-Zoll-Deckenmonitor kann man im Fond DVDs schauen, welche über den Achtfach-Wechsler gesteuert werden. Im Kofferraum flimmern zusätzlich zwei Sieben-Zoll-TFTs und buhlen zwischen all den Endstufen, Woofern und Spielzeuggiraffen um Aufmerksamkeit.

Die gesamte In-Car-Electronic wurde nicht einfach lieblos in den Kofferraum verfrachtet, sondern zu einem wahren Kunstwerk "getürmt". Ähnlich einer Giraffe strecken sich zwei mit Alcantara bezogene Hälse in die Höhe und umklammern den 30er Woofer in der Mitte. Umgeben von den aufgetürmten Endstufen ein wahrer Genuß.

Autor: Sebastian Schulz

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