Golf R Cabrio: Fahrbericht

— 12.02.2013

So fährt das Golf R Cabrio

Stürmischer Auftritt: Das Golf R Cabrio ist mit 265 PS der stärkste Oben-ohne-Golf aller Zeiten. Hier gibt es erste Fahreindrücke!



Windschott aufgestellt, die Scheiben hoch – die Frisur hat trotzdem keine Chance. Ich sehe aus wie Angie Merkel in der Werbung. Denn im neuen Golf R Cabrio erreicht der Fahrtwind bis zu 250 km/h, das ist gefühlte Windstärke 20. Gegen den bisher schnellsten offenen Volkswagen ist selbst Blizzard Nemo ein laues Lüftchen. Den Sturm sät vorne der 2,0-Liter-Turbobenziner der vorletzten Motorgeneration, der 265 PS und 350 Newtonmeter nur auf die Vorderräder loslässt (wie der Scirocco R).

Golf R Cabrio: Autosalon Genf 2013

Ab Frühjahr 2013 steht der offene Power-Golf beim Händler. Für 43.325 Euro ist er ab sofort bestellbar.

Doch so reißerisch die 6,4 Sekunden für den Sprint auf Windstärke acht, pardon, Tempo 100 vielleicht klingen – das R Cabrio gibt sich beim ersten Probeschnuppern an der Côte d'Azur viel zahmer als die Leistung klingt. Der Turbolader schickt seinen Drehmoment-Orkan schon bei niedrigen 2500 Touren in das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, wo die Kraft in verdauliche Häppchen verteilt wird. Der Golf Open klingt niemals reißerisch, sondern eher wie ein souveränes Reise-Körbchen, das seine Passagiere nervenschonend auch über längste Etappen zoomt. Im Power-Cabrio macht sich der hohe Entwicklungsaufwand doppelt bezahlt. Dank der vielen Zusatzstreben ist die Karosserie schwer (1614 Kilo) und steif genug, um selbst unter den 265 PS nicht zu knarzen oder knirschen. Auch das dreilagige Verdeck dämmt selbst bei hohem Tempo noch hervorragend. Ob jenseits der 200 km/h der Balloneffekt nicht doch das Dach ein wenig abhebt, konnte die erste Probefahrt noch nicht klären.

Überblick: Die Neuheiten auf dem Autosalon Genf 2013

Stürmischer Geselle: Bis Tempo 100 braucht das Golf R Cabrio nur 6,4 Sekunden.

Das straffe Sportfahrwerk passt zur Motorleistung, weniger zum gemütlichen Bummeln. Um 25 Millimeter tiefergelegt, auf dünnen 19-Zoll-Rädern unterwegs, erzählt der R das harte Lied der Straße. Die automatische Dämpferregelung DCC bringt für 990 Euro Aufpreis etwas Komfort zurück, das fehlt noch im bis unter die Halskrause vollgepackten Cabrio: elektrohydraulisches Verdeck, Leder, Klima, Sportsitze, Spoiler ringsum und zahlreiche R-Logos, alles serienmäßig. Schließlich wollen die 43.325 Euro Grundpreis gerechtfertigt werden. Wer das Sturmtief Golf braucht? Überflüssige Frage, sicher nicht die tennispielenden Damen von der Vormittagsrunde. Aber die VW-Händler freuen sich über die offenen Münder im Showroom. Mit allzu großen Stückzahlen rechnet Wolfsburg offensichtlich nicht, denn das Golf R Cabrio gibt es zum Marktstart im Frühjahr 2013 nur in drei Farben: Weiß, Silber und Schwarz (Blau folgt einige Wochen später).

Die Stars des Genfer Autosalons 2013

Pininfarina Sergio Concept Chevrolet C7 Cabrio Spyker B6 Concept

Autor: Joachim Staat

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