Goodyear Sprit-Spar-Days 2013

— 13.06.2013

Der Spar-König 2013 von Mallorca

Beim großen Finale unter Palmen um die Wette sparen: Die Finalisten der Goodyear-Sprit-Spar-Days suchten auf der Sonneninsel den neuen König von Mallorca – und sie fanden ihn!



Eigentlich hatten die zwölf Finalisten der Goodyear-Sprit-Spar-Days ihren Preis schon gewonnen, bevor sie zum Finale nach Mallorca reisten: ein langes Wochenende auf der Sonneninsel im schicken Hotel mit viel Rahmenprogramm. Und eigentlich hätten sie bei der abschließenden Insel-Rundfahrt lieber die Natur bewundert, als auf das extra eingebaute Sprit-Verbrauchsmessgerät zu schauen. Eigentlich hätten sie auch viel lieber ausprobiert, wie die Mercedes A-Klassen die 180 Kilometer lange Berg-und-Tal-Fahrt mit viel Tempo meistern. Tja, eigentlich. Aber als Beste von 180 Teilnehmern wollten sie sich dann doch keine Blöße geben.

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Kampf bis auf den letzten Tropfen

Die Mercedes A-Klassen halfen beim Sparen – unter anderem mit Start-Stopp-Automatik.

Also sind sie statt mit dem Gasfuß mehr mit Köpfchen über die Landstraßen und durch die engen Serpentinen gedüst. Gedüst? Na ja, eigentlich sind sie mehr gerollt oder gesegelt, wie das Zauberwort der Spritknauser heißt. Und dabei haben alle zwölf bewiesen, dass man einen Mercedes A 180 (122 PS) als Benziner mit deutlich weniger als fünf Litern (Normverbrauch: 5,5 Liter) bewegen kann. Da sage noch einer, die Werksangaben seien Utopie. Die besten drei Finalisten lieferten sich einen Kampf bis auf den letzten Tropfen. Erst die zweite Stelle hinter dem Komma entschied über den Gesamtsieg.

Die Spartipps des Siegers

Ralph Bardhan (41) siegte hauchdünn. Kein Wunder, er ist Energiemanager.

Ralph Bardhan (41) aus Berlin geizte schließlich mit 4,34 Litern am besten. Gefolgt vom 32-jährigen Gordon Hartwig, Ingenieur aus Kelkheim, mit 4,35 Litern sowie dem 26-jährigen Lagerlogistiker Johann Stückel aus Sankt Augustin mit 4,37 Litern. Der Champion hatte einen besonderen Grund, um die Ehre zu kämpfen, denn er ist Energiemanager von Beruf. Zwei seiner erfolgreichen Spartipps lauten: rechtzeitig hochschalten – den ersten Gang bis 10 km/h, den zweiten Gang bis 20 km/h und so weiter. Zweitens: bergab immer segeln, also nicht ausgekuppelt rollen lassen, sondern mit eingelegtem Gang. Die sogenannte Schubabschaltung reduziert den Verbrauch auf null Liter, während der Sprit im Leerlauf weiter fließen würde. Natürlich schalten unsere Experten möglichst viele Stromverbraucher ab. Wenn möglich auch die Klimaanlage, und einige erhöhen den Luftdruck.

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Das passt! Schwabe und Schottin als Duo

"Vorausschauend fahren", fügt Bronzemedaillengewinner Johann Stückel noch hinzu. Und Vize-Champion Gordon Hartwig erklärt in Reimen, warum das rechtzeitige Gaswegnehmen sinnvoll ist: "Wenn man das Bremslicht sieht, es kurz darauf den Sprit entzieht." Knausertricks brauchte auf Mallorca niemand mehr. Spritspartrainerin Simone Morawietz vom ADAC konnte sich voll und ganz auf die technische Überwachung der Messgeräte konzentrieren. Diese Geräte messen nicht nur den Verbrauch, die Drehzahl, die gefahrenen Kilometer, den CO2–Ausstoß oder das Durchschnittstempo – sie hätten auch jede Trickserei (zum Beispiel Motor ausstellen, abschleppen lassen) entlarvt. Aber solch unlautere Mittel müssen die Teilnehmer eh nicht einsetzen. Erstens haben Sie die Sparerei wirklich drauf, und zweitens dürfen sie ihre eigenen Berater mitbringen – jeder kam mit seinem Kopiloten. Holger Mack, 46, Account Manager aus Waldems, hatte dabei eigentlich die besten Karten: Er setzte auf die eigenen schwäbischen Gene und seine schottische Ehefrau Heather. Ergebnis: genügsame 4,85 Liter Verbrauch, Platz sieben.
Die Knauser–Hitliste
1. Ralph Bardhan 4,34 Liter
2. Gordon Hartwig 4,35 Liter
3. Johann Stückel 4,37 Liter
4. Jörg Töhte 4,39 Liter
5. Tobias Vistorin 4,41 Liter
6. Thomas Görgens 4,63 Liter
7. Holger Mack 4,85 Liter
8. Peter Mohwinkel 4,90 Liter
9. Wilco Müller 5,09 Liter
10. Konrad Hahn 5,12 Liter
10. Andreas Uhlir 5,12 Liter
11. Alexandra Kotthaus 5,27 Liter

Der Ober–Tüftler kommt aus Bottrop

Sparfuchs Andreas Uhlir (links) aus Bottrop ging mit Bruder Peter an den Start.

Der wohl größte Sparfuchs hielt sich auf Mallorca zurück. Andreas Uhlir (61) aus Bottrop gönnte dem A 180 im Spritsparfinale 5,12 Liter. Zu Hause ist er nicht so spendabel. Der gelernte Kfz-Mechaniker und Maschinentechniker holt den letzten Tropfen aus seiner alten A-Klasse 170 CDI (Baujahr 2002, 95 PS, 350.000 Kilometer). "Ich verbrauche unter vier Liter, ehrlich!" Den Spaß an der Tankstelle hat er sich aber auch ein paar Euro kosten lassen. Folgende Änderungen nahm er an seinem Auto vor:
• Einbau von vier Leichtlauf–Radlagern (spart Sprit und erhöht die Laufruhe enorm). Mehrkosten 50  Euro, Einsparung 2 bis 4 Prozent.
• Leichtlauföl mit 250 ml Keramikzusatz ("Ich habe es selbst nicht geglaubt, aber der Zusatz spart wirklich"). Mehrkosten 15 bis 20 Euro, Einsparung 8 bis 10 Prozent.
• Getriebeöl gegen Synthetiköl tauschen. Mehrkosten 20 Euro, Einsparung 5 bis 8 Prozent.
• Sportluftfilter einbauen. Mehrkosten 50 bis 60 Euro, Einsparung 5 bis 10 Prozent.
• Reifendruck auf etwa 2,8 Bar erhöhen. Mehrkosten 0 Euro, Einsparung 5 bis 8 Prozent.
• Frontscheibe mit Nano-Regenabweiser behandeln. Kosten 10 Euro, Einsparung 3 bis 5 Prozent – weil fast kein Scheibenwischereinsatz mehr nötig ist.

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